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Episodenguide Xena 1.22 (22) Die Furie - Callisto
02.01.2013 von Argonaut

Die Furie

(Callisto)






Besetzung:
Lucy Lawless (Xena)
Renee O'Connor (Gabrielle)
Hudson Leick (Callisto)
Ted Raimi (Joxer)
Patricia Donovan (alte Frau)
Michael Hallows (großer Dorfbewohner)
David Te Rare (Theodorus)
Ian Hughes (Melas)
Kenneth McGregor (Akteon)
Toby Mills (großer Mann)
Henry Vaeoso (fetter Krieger)


Stab:
Drehbuch: R.J. Stewart
Musik: Joseph LoDuca
Schnitt: Robert Field
Regie: T.J. Scott


Erstausstrahlung:
USA 13.05.96
DEU 20.04.97



~Übersetzung Titel & Disclaimer~


Callisto - Kallisto

In der Mythologie war Kallisto (lat. Callisto, die Schönste) eine der Nymphen der Artemis (röm. Diana). Hat mit der Callisto in Xena nichts gemeinsam.

Disclaimer

Joxers nose was not harmed during the production of this motion picture. However, his crossbow was severely damaged.

Joxers Nase wurde während der Produktion diese Films nicht verletzt. Jedoch wurde seine Armbrust schwer beschädigt.


~Kommentar~


Mit Callisto durch die Welt des Bösen:
Mit Callisto tritt der ultimative Bösewicht der Serie auf. Und obwohl jeder vor Callistos Taten erschaudert, ist sie doch eine der beliebtesten Figuren bei Xena. Warum gibt es das Böse und warum finden wir Callisto einfach geil? Machen wir mit Callisto einem kleinen Streifzug durch die Welt des Bösen und kommentieren 8 Facetten des Bösen in dieser komplexen Episode.

1. Die biologischen Ursachen des Bösen
Die biologischen Faktoren für das Böse liegen nach einigen Autoren in einem evolutionären Aggressionstrieb begründet. Dieser hat durchaus positive Seiten, hilft er doch im Überlebenskampf und kann als aggressiver Kampfgeist auch positive Veränderungen bewirken, dass sehen wir ja bei Xena. Zum Problem und zur Ursache des Bösen wird das Erbe der Evolution erst, wenn es in übersteigerter und sinnlos zerstörerischer Form vorkommt. Besonders bedingt durch genetische Faktoren oder durch neurophysiologische Veränderungen. Der Kriminalpsychologe Robert Hare hat Kriterien für die Beurteilung von Psychopathen aufgestellt. Dazu gehören u.a. fehlendes Gewissen, oberflächlicher Charme, übersteigertes Selbstwertgefühl, krankhaftes Lügen, Neigung zum manipulativen Tricksen, Mangel an Empathie, Allmachtsgefühle. Da brauchen wir in dieser Episode nicht lange nach derjenigen zu suchen die darunter fällt, denn unser Psychopath ist Callisto. Nach allgemeinem Verständnis ist die gute Frau krank im Kopf und reif für die geschlossene Psychiatrie, auch wenn wir für die endgültige Diagnose uns an Xenas Vorgehensweise halten und das Urteil einem sachverständigen Gerichtsgutachter überlassen.

2. Die gesellschaftlichen Ursachen des Bösen
Als gesellschaftliche Ursachen des Bösen kommen Argumente wie soziale Verhältnisse, Kindheit, Rollenverhalten und gelernte Aggression ins Spiel, die immer davon ausgehen, dass der Mensch Produkt seiner Umwelt ist. Das gesellschaftliche Argument ist sehr beliebt, vielleicht weil es eine Kombination aus Erklärung, Utopie und Rechtfertigung darstellt und so jedem etwas bietet. Alle drei Aspekte kommen auch in dieser Episode vor.
Wer die Macht der Gewalt erlebt hat, der wird wohl eher zu dem gleichen Mittel greifen. Darauf beruft sich Callisto wenn sie zu Xena sagt "You made me". Ebenso Melas mit seiner "Auge um Auge" Argumentation: "You'd feel the same way if you lost what I did." In witziger Weise verweist auch Joxer auf den gesellschaftlichen Zusammenhang; "I come from a long line of warlords! It's like a family tradition!".
Als Utopie drückt sich in dem Argument auch die Hoffnung aus, durch Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse das Böse aus der Welt zu schaffen. Das klingt bei Gabrielles Lagerfeuerrede und in späteren Episoden bei Eli an. Schaden kann ein solches Ideal sicher nicht, aber es ist umstritten, ob sich das Übel der Welt auch im Diesseits irgendwann in Wohlgefallen auflöst oder ob der Kampf gegen das Böse ewig weiter geht und man einen Weg finden muss mit ihm halbwegs leben zu können. Denn wie es Menschen gibt, die trotz erlittenem Übel friedfertig bleiben, so gibt es Mörder, die aus gutbürgerlichen Verhältnissen kommen und denen es nie an etwas gemangelt hat.
Da besteht die Gefahr das Argument des "Opfers der gesellschaftlichen Verhältnisse" als Entschuldigung zu nehmen, um die persönliche Verantwortung den anderen unterzuschieben und so die eigenen Missetaten zu rechtfertigen. Der alte Sponti Spruch "Macht kaputt was euch kaputt macht" wurde auch schon ziemlich großzügig interpretiert und richtete sich vom Gartenzwerg bis zum Bankdirektor gegen irgendwie alles was der momentanen Randalelaune zuträglich war. Ein bisschen sorgfältiger sollte man mit der Ursachenforschung schon sein.
Im Falle von Melas kann man den Hass schon verstehen und wäre Callisto nur auf Xena sauer, wäre das auch noch nachvollziehbar. Die Verwüstungen von Callistos Armee aber mit einem simplen "You made me" zu rechtfertigen ist dann doch des Bösen zu viel. Wir sind nicht nur das Opfer unserer Gene und Geschichte, und man kann nicht immer alles den anderen in die Schuhe schieben. Das erkennt auch Gabrielle: "You can't torture yourself over what she's become."

3. Das Böse als Konsequenz des freien Willens
Damit sind wir bei einer weiteren Ursache des Bösen, dem freien Willen. Kann der Mensch nur das Gute wählen ist er nicht frei und hat er die Wahl, dann kann er auch das Böse wählen. Wer abends vor seiner Küche steht und sich fragt: hol ich jetzt noch frische Zutaten und mach mir ein Vollwertmenü nach ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen - oder ruf ich einfach beim Pizzadienst an und spar mir sogar noch den Abwasch, der weiß dass der freie Wille ziemlich ungesund sein kann. Mit dem freien Willen sind dann die Tore geöffnet für Gier, Egoismus, Machtstreben und all das was üblicherweise als das Böse zählt. Auf dem Konzept des freien Willens beruht auch die moralische Verantwortlichkeit, denn wer die Freiheit hat zu handeln muss auch für die Konsequenzen haften. So ist der Begriff der "freien Willensbestimmung" auch in zahlreichen Gesetzen zu finden. Im Gegensatz zu Melas, der von seinem momentanen Hass getrieben wird und sozusagen im Affekt handelt, geht Callisto überlegt und planvoll vor. Das sieht man beispielsweise in ihrem Gespräch mit Theodorus, indem sie ihren Schlachtplan erklärt. Sie weiß schon sehr gut was sie macht. Denn auch für sie gilt was Xena sagt "I changed; so can she." Und im weiteren Verlauf sieht man: Melas will sich ändern und Callisto will halt nicht.

4. Die Lust im Bösen
Das das Böse auch ein lustvolle Komponente hat, dafür verweisen wir auf die einschlägige französischen Literatur, wie "Die Blumen des Bösen" von Charles Baudelaire oder die literarischen Abhandlungen von George Bataille. Robustere Naturen können sich auch beim Marquis de Sade kundig machen. Bei Callisto kommt dieser Aspekt, fernsehseriengerecht, nur unterschwellig vor, ist aber doch spürbar. Denn Callisto trägt ihr knappes Kostüm wohl kaum weil es in Griechenland immer so warm ist. Die Attraktivität des Bösen ist unverkennbar und Hudson Leick schafft es, dem Charakter eine äußerst sinnliche Komponente zu geben. In der Anfangsszene gibt Callisto beim Anblick ihres bluttriefenden Schwertes ein leichtes lustvolles Stöhnen von sich, bevor sie ihr irres Lachen loslässt. Und als sie das Attentat auf das Orakel plant küsst sie hingebungsvoll das Chakram, bevor sie es der Übung halber in die rot spritzende Melone donnert. Die Lust am Bösen kommt in witziger Form auch bei Joxer vor, wenn er sagt: "I'm fierce and I have a lust for blood. As a matter of fact, if a couple of days go by and I haven't shed some blood, I get very depressed." Bei ihm mag das lächerlich klingen, aber mit diesem Satz beschreibt er Callistos (Blut)Lust ganz gut. Darin kommt auch der Kontrast zwischen dem langweiligen Guten und dem coolen Bösen zum Ausdruck, oder wie Callisto sagt: "As a villain, you were awesome. As a hero, you are a sentimental fool." Um es noch deutlicher zumachen zitieren wir Anne aus dem Film "König der Fischer": "Ich hab schon mit ein paar Heiligen geschlafen und ... es war total öde". Die Guten haben es eben nie leicht. Wobei es immer einer Überlegung wert wäre, ob man seinen Gelüsten auch Befriedigung verschaffen kann, ohne das die Mitmenschen darunter leiden müssen.

5. Die Relativität des Bösen
Meinungen sind relativ und was der eine gut findet ist für den anderen verwerflich. Des einen Freiheitskämpfer ist des anderen Terrorist. Da reicht ein Blick in die üblichen Krisengebiete, wo jede Seite ihre "gute" Gewalt mit Reaktion auf die andere "böse" Gewalt rechtfertigt. Im Extremfall kann der Wertrelativismus zur generellen Leugnung allgemein verbindlicher Normen führen. Diese Relativierung benutzt auch Callisto, wenn sie sagt: "Xena - have you ever been tried for all of the things you have done?" Damit sagt sie: wieso verurteilst du mich, verurteile dich erst mal selber und erklärt so Xena zu eigentlichen Bösen. Visuell wird die Relativierung besonders in der Gefängnisszene dargestellt, in der der Kamerafokus von Callisto auf Xena wechselt und so der Eindruck entsteht, dass nicht mehr Callisto, sondern Xena im Gefängnis sitzt. Als das Gefängnis brennt, tauschen beide noch ihren Platz im "Höllenfeuer". Ganz so relativ sind Gut und Böse aber auch nicht. Und man kann nicht das eigene Böse mit dem vermeintlich Bösen der anderen rechtfertigen. Besonders wenn man dies aus der Perspektive der Opfer sieht, denn für die ist es einerlei ob sie aus relativ guten oder relativ bösen Gründen sterben, am Ende sind sie immer absolut tot. Vielleicht ein Grund, warum es über alle Kulturen hinweg Gemeinsamkeiten gibt über das was ziemlich eindeutig Böse ist: Zum Beispiel ein ganzes Dorf niedermetzeln nur um den Ruf eines anderen zu schädigen. Und das war in diesem Fall ganz alleine Callisto.

6. Das Gewissen als Schutz gegen das Böse in uns
Bei all dem bisher gesagten ist es fast verwunderlich, dass es im Alltagsleben relativ friedlich zugeht. Offenbar gibt es in den Menschen ein bestimmtes Gefühl für das was recht und was unrecht ist. Kant nannte es das moralische Gesetz in uns, für andere ist es das Gewissen. In dieser Folge repräsentiert Gabrielle das personifizierte Gewissen. Sie gibt dem Gewissen eine Stimme, die auf Melas, auf Joxer und natürlich auf Xena wirkt. Besonders schön visualisiert in der Lagerfeuerszene. Im Vordergrund das lodernde, mit der Zerstörung Cirras assoziierte Feuer. Im Hintergrund Melas, der noch nicht ganz, aber auf dem besten Weg zum Bösen ist. Dazwischen Xena, die weiß, dass sie noch nicht weit genug entfernt ist um nicht wieder ein "Monster" zu werden. Gabrielle mahnt: "There's only one way to end this cycle of hatred, and it's through love - and forgiveness." Ihre Gewissensbisse treiben Xena Tränen in die Augen. Klingt alles reichlich sentimental, aber das hat das Gute, wie wir oben gesehen haben, eben so an sich. Wer das Böse in sich nicht überwindet, der hat gleich verloren oder wie Xena zu Melas sagt: "People like us should listen to people like Gabrielle."

7. Der Rechtsstaat als Mittel gegen das Böse um uns
Damit nicht jeder vorschnell seine persönliche Vendetta gegen echtes oder vermeintliches Unrecht führt, aber anderseits das Böse eingedämmt und gerecht verurteilt wird, gilt bei uns der Rechtsstaat. Damit ist ein umfangreiches Gesetzessystem gemeint, das die Bürger untereinander, aber auch vor Staatswillkür schützt, denn auch die staatlichen Organe sind der Verfassung unterworfen. Wichtiges Prinzip ist die Gewaltenteilung, in dieser Episode besonders die zwischen Rechtssprechung und vollziehender Gewalt, die hier durch Xena repräsentiert wird. Ihr Vorhaben Callisto zum Schutz der Allgemeinheit einzusperren und das Urteil einem fairen Prozess zu überlassen, können wir als nahezu vorbildlich auffassen. Im Gegensatz zu Callisto hat Xena schon gezeigt, dass diese Prinzipien auch für sie selber gelten, z.B. in der Episode X1.06 Xena und der Kriegsgott. Rechtliche Fragen sind zwar mehr was für Gerichtsserien, aber da in vielen Actionserien eher das Prinzip "kurzer Prozess" herrscht, wollen wir diesen Aspekt immerhin erwähnt haben.

8. Die Faszination des Bösen oder warum finden wir Callisto gut
Nach den bisherigen Stationen wird klar, dass es zwischen Xena und Callisto erhebliche Unterschiede gibt - neben der bewussten Entscheidung für das Allgemeinwohl, der Empathie für die Mitmenschen auch ein Gefühl für das Gewissen und den Rechtsstaat. Damit sind sie keineswegs so gleich wie Callisto dies darstellt oder es Xena manchmal selber glaubt.
Damit stellt sich die Frage warum alle so begeistert von Callisto sind. Das ist relativ einfach zu beantworten. Das Böse und das Gute sind in uns in einem ständigen Wettstreit. Jeder den lärmende Nachbarn quälen, der im Büro einen tyrannischen Chef hat oder der im Servicebereich mit penetrant nervigen Kunden umgehen muss, der hat insgeheim schon mal Verständnis für manchen Amokläufer empfunden. Wir haben von Zeit zu Zeit ähnliche Wunschvorstellungen wie Joxer und wollen der gefürchtete Krieger sein.
Ob Buch, Film oder Computerspiel, in den virtuellen Welten der Phantasie haben böse Handlungen keine unangenehmen Folgen und mit Callisto können wir die moralischen Grenzen gefahrlos überschreiten und unseren Spaß damit haben ohne dass jemand darunter leiden muss. Man muss nur Realität und Fiktion auseinanderhalten können und wissen wann Unbeteiligte zu Schaden kommen könnten. Und genau das zeigt uns Joxer, der seine Gewaltphantasien in dem Moment stoppt, als er mit dem Messer vor der diesmal hilflosen Gabrielle steht. Er, der gerne als blutiger Krieger gefürchtet werden will, begibt sich durch seine Weigerung Gabrielle die Kehle durchzuschneiden selbst in Lebensgefahr. Denn Callisto ist in dieser Hinsicht weniger zimperlich. Erstaunlicherweise erteilt uns die Witzfigur Joxer am Ende noch eine Lektion im Umgang mit dem Bösen.


~ Bildkommentar ~



Auftritt:
Aus Rücksicht auf die Fernsehzuschauer stellt sich der Junge zwar nur tot, doch jeder weiß: Callisto bringt Kinder um und freut sich lustvoll am bluttriefenden Schwert. Tiefer Einblick in die Seele eines Psychopathen und in den Ausschnitt des körperbetonenden Kostüms.



Naseweis:
Joxer, the mighty, möchte gerne im Blut waten, schafft es aber nur bis zum Nasenbluten. Vielen geht er auf die Nerven; vielleicht weil er von allen Charakteren uns Normalos am ähnlichsten ist. Denn die meisten Zuschauer schaffen es nur in ihrer Phantasie zum coolen Krieger. Was vielleicht auch ganz gut ist.



Rätselhaftes:
Wieso bindet man jemand möglichst unbequem an einen Baum und gibt ihm dann zur Bequemlichkeit ein Kopfkissen. Und was will uns diese äußerst surreale Bildkomposition zeigen. Xena der Baum? Gabby die Massai? Fortschritte des Waldsterbens?



Schärfentiefe 1:
Xena und Callisto sind so eng verbunden, dass selbst das Chakram nicht mehr weiß zu wem es gehört. Xena trifft auf eine ebenbürtige Gegnerin.



Fanartikel:
Das würde mancher Fan machen, der eine Limited Edition Chakram Replica ergattert. So ein Kunstwerk allerdings als Melonenteiler zu missbrauchen, überzeugt den letzten Bewunderer Callistos von deren mangelhaftem Charakter. Und wir sehen wieder ein Beispiel für die Leidesgeschichte des Obstes in Xena.



Metaphorisch:
Melas sitzt mit seinem Hass noch abseits, doch Xena weiß wie das Feuer der Zerstörung aussieht. Gabrielle mahnt unsere Heldin und wir erleben die erste Szene in der Xena weint.



Waffentechnik:
Gabrielle in einer klassischen Kampfpose die Bruce Lee nicht schöner hinbekommen hätte. Joxer hat schon fast alle Waffen verbraucht, gibt aber nicht auf. Bewundernswert ist sein Durchhaltevermögen schon und Monty Python Fans erinnern sich an Arthur und den schwarzen Ritter.



Orakelhaftes:
Das soll wohl Pythia sein, Priesterin im Tempel von Delphi. Die saß eigentlich auf einem Dreifuß, wie auf diesem Kelch aus dem 5 Jh. v. Chr (Museum Berlin). Bei Xena muss Pythia stehen und zum Orakeln kommt sie vor lauter Aufregung auch nicht.



Gefangentransport:
Eigentlich sollten die Gefangenen doch zu Fuß laufen. Jetzt hat Xena eine Gefangene, die ihr auf den Kopf spuckt und auch noch zwei Pferde zu versorgen; das kann schon aufs Gemüt schlagen. Für Gabrielle wäre das doch eine ideale Gelegenheit an ein Pferd zu kommen. Doch das gewissenhafte Gute muss weiterhin zu Fuß laufen.



Schärfentiefe 2:
Callisto schiebt geschickt die eigene Verantwortung ab. Die Angeklagte wird zur Klägerin und nun sitzt Xena im Gefängnis.



Berufsberatung:
Joxer der Möchtegern-Krieger hat Probleme einen Job zu finden der seinen Neigungen entspricht. Nach einer eindringlichen Analyse seiner Fähigkeiten empfiehlt Berufsberaterin Gabby ihm Fischer zu werden, und drückt mit ihrem Gesicht aus, dass sie selbst so was Ödes nie im Leben machen würde. Jeder der schon mal beim Arbeitsamt war weiß wie Joxer sich jetzt vorkommen muss.



Hängepartie:
Die Einleitung zum Finale. Vorlage für einen der spektakulärsten Kämpfe der Xena Serie war einer der spektakulärsten Hongkong Filme: Wong Fei-hung (1991) von Tsui Hark. Unter dem englischen Titel "Once upon a Time in China" auch bei uns zu finden. Der Film hat fünf Fortsetzungen nach sich gezogen.



Kletterpartie:
Was den Umgang mit Leitern angeht steht Xena ihrem asiatischen Vorbild in nichts nach.



Spagat:
Das ist dann doch überraschend. Die Männer in China können einen besseren Spagat als die Frauen im Westen. Da kann Callisto noch was lernen.




Balanceakt:
Bei Xena wird aus der Leiterwippe ein Balanceakt zwischen Rache und Vergebung. Gabrielle und Callisto tauschen die Plätze und die Balance. Xena entschließt sich in dieser Episode die stürzende Callisto zu retten.


~ Trivia ~

  • Ian Hughes (Melas) spielte in der Episode X1.11 Der schwarze Wolf den Diomedes.
  • Joxer ist die komische Figur für Xena, die Salmoneus für die Hercules Serie ist. Ursprünglich sollte Joxer von Wallace Shawn (Grand Nagus Zek in Startrek DS9) gespielt werden. Ted Raimi, der Bruder des Regisseurs und Xena Produzenten Sam Raimi, spielte vorher den Kommunikationsoffizier O'Neill in der Serie seaQuest DSV.
  • Hudson Leick hat nur noch in wenigen Filmen mitgespielt. PS2 Spielern ist sie aus dem Spiel Primal bekannt, in dem sie Jennifer Tate ihre Stimme gab. Heute ist sie Yoga Lehrerin am Healing Heart Yoga Center in Los Angeles, was uns angesichts ihrer intensiven Darstellung der Callisto zeigt, dass man Schauspieler nie mit ihrer Rolle verwechseln sollte.




Text by Argonaut, Episodenwallpaper mit freundlicher Genehmigung von Pixena




Hinweis:
  1. Weitere Infos im Forenthread: 1.22 (22) Die Furie (Callisto) [3 Beiträge]
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