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Episodenguide Hercules 4.22 (81) Böses Blut, Teil 3 - Reunions, Part III
02.01.2013 von Indy

Böses Blut

Teil 3

(Reunion)



Besetzung:
Kevin Sorbo (Hercules)
Michael Hurst (Iolaus)
Meg Foster (Hera)
Kevin Smith (Ares)
Roy Dotrice (Zeus)
Scott Michaelson (Apollo)
Liddy Holloway (Alcmene)
Jeffrey Thomas (Jason)
Glenis Levestam (Erythia, Iolaus' mother)
Bruce Phillips (Pandion, Iolaus' stepfather)
Jim McLarty (Teacher)
Ted Clarke (Young Man)
Stephanie Liebert (Young Woman)
Callum Bowe (Student, Aristotle)
Brett Biccinson (Villager, Thelonius)
Angela Franklin (Mother)
Vicky Bodewye (Child)

Stab:
Regie: Charles Siebert
Drehbuch: Jerry Patrick Brown, Alex Kurtzman & Roberto Orci
Musik: Joseph LoDuca

Erstausstrahlung:
USA: 11.05.1998
BRD: 18.04.1999

~Inhalt~

Hercules akzeptiert das Angebot seines Vaters Zeus, seine Sterblichkeit abzulegen und ein richtiger Gott zu werden. Zeus hat an Hercules' Pflichtgefühl gegenüber der Menschheit appelliert, doch insgeheim sind Zeus' Motive gar nicht so nobel: Er braucht unbedingt einen Alliierten gegen seine Frau Hera, die seine Authoriät in Frage stellt - und sogar Chance hat, ihn vom Thron zu stoßen. Inzwischen hat Iolaus selbst mit seiner Familie zu kämpfen: das Treffen mit seiner Mutter verläuft äußerst kühl...

~Titel, Kommentar, Disclaimer & Wissenswertes~


Titel:
OT: Reunions - Wiedervereinigungen
deutsch: Bad Blood - Böses Blut

Kommentar
Richtig kämpfen muss Kevin Sorbo auch in dieser Episode noch nicht. Auch wenn er sich von seiner langen Krankheit, von der auch die vierte Staffel gezeichnet wurde, langsam wieder erholt hat. Zum Finale dieser vierten Staffel tritt dann zum ersten Mal ein Gegenspieler in Erscheinung, der Hercules schon seit Anbeginn verfolgt. Doch zuvor einmal der Ausgangspunkt: Wir sahen Alcmene, Hercules' Mutter, am Ende der vorletzten Episode sterben. Die direkt vorangegangene Episode beschäftigte sich dann mehr oder minder erfolgreich mit der Frage, ob Hercules das Angebot seines Vaters annehmen soll, mit ihm als vollständiger Gott über den Olymp zu herrschen. Die Erfahrung ganzer Göttlichkeit hatte Hercules in jungen Jahren schon einmal gemacht. Zum Ende hin stimmt er jedoch zu und so beginnt diese Episode mit dem Weg zum Olymp, dem Sitz des griechischen Göttergeschlechtes. Im Gegensatz zu seiner jugendlichen vollen Göttlichkeit bekommt der erwachsene Hercules diesmal noch ein geändertes Outfit spendiert. Sein Oberteil erscheint in strahlendem Weiß aus Seide und seine Hose glänzt auch mehr. Man hätte Hercules im typischen Outfit wohl auch nicht abgenommen, dass er vom Olymp kommt. Iolaus hingegen hat daher zum ersten Mal Zeit, seine eigene Familie zu besuchen. So sehr hat ihn also sein bester Freund Hercules eingespannt, dass er nicht einmal zur Hochzeit seiner Mutter kommen konnte, da in Mykene zu dieser Zeit eine Feuersbrunst herrschte. Eine solche Feuersbrunst in der Gegend um Mykene lässt sich auf das Jahr 115 v. Chr. datieren. Pandion, der neue Mann von Iolaus' Mutter Erythia, wurde schon einmal erwähnt während der dritten Staffel in "3.05 Von den Toten auferstanden". Während Erythia ihren heimgekehrten Sohn mit offenen Armen empfängt, redet Pandion, der Iolaus an diesem Tage zum ersten Mal gesehen hat, Klartext. Dass seine Mutter nachts um ihren Sohn weint, nicht weiß, wie es ihm geht und dass Iolaus jetzt wohl nur nach Hause gekommen ist, weil er nicht mehr mit seinem Freund Hercules durch die Welt ziehen kann. Doch auch Hercules erfährt nun mehr, nämlich den wahren Grund, warum Zeus seinen Sohn zu sich holte: Hercules soll ihm helfen sich gegen Hera und die anderen Götter verteidigen zu können. Und mit Hera betritt diese Episode ein Novum: War die allmächtige Königin der Götter noch die Hauptgegnerin in den fünf Action-Filmen, wurde diese Rolle in der Serie auch immer mehr Ares zuteil, der dies in Young Hercules schließlich auch war. Hera war jedoch nie in menschlicher Gestalt zu sehen. Ihre Auftritte waren in Gestalt der am Himmel leuchtenden Pfauenaugen zu sehen. Mit dieser Episode spielt sich somit die erste Face-to-Face-Begegnung zwischen der Göttin und ihrem ungeliebten Stiefsohn ab. Das Casting von Meg Foster als Hera geht dabei auf einen persönlichen Wunsch des Drehbuchautorenduos um Alex Kurtzman & Roberto Orci zurück. Heute schreiben die beiden u.A. die Drehbücher zu den aktuellen Star Trek-Kinofilmen oder Transformers. Der genaue Zuhörer hört im Hintergrund der Szene dann auch wieder das Burial-Theme. Ungewöhnlich scheint dann auch Heras Antrag, ihre Differenzen mit Hercules begraben zu wollen. War sie doch die aufgrund der Untreue von Zeus mit Hass erfüllte und zerfressene Göttin. Der Friedensschluss mit Hercules muss jedoch noch warten, da dieser trotz allem immer noch mehr oder weniger zu seinem Vater steht. Die gesamte Story um die von Hera angeführte Revolte gegen Zeus entstammt lose der Mythologie. Die mythologische Hera versuchte dies auch einst, wurde jedoch von Zeus gestoppt, während hier Hercules als Retter herhalten muss. Retten darf Hercules als Gott auch wiederum die Hilfsbedürftigen, diesmal in Form eines ertrinkenden Mannes. Weiters ein Dorf gegen Apollos Willkür. Hier hilft auch Iolaus, der mithilft, den jungen Aristoteles aus einer brennenden Schule zu befreien. Aristoteles war einer der größten Philosophen der Antike. Er lernte zur Lebzeit Platons in dessen Akademie in Athen. Zeitlich gesehen passt dies auch zur nicht produzierten Xena-Episode "2.xx The Last Days of Socrates", in welcher Platon zwar erst aus Athen hinauszieht, jedoch sein Wissen gerne weitergeben möchte. Pandion lernt durch die Rettung von Aristoteles und vieler anderer Menschen im Dorf den wahren Grund von Iolaus Heldendasein kennen und begreift die Aufgabe, die dieser übernimmt. Die vorgefertigte Meinung beginnt zu bröckeln.

Disclaimer:
OT: Zeus' Godhood was not harmed during the production of this motion picture, although his short stint as a mortal was somewhat interesting.

Übersetzung: Zeus' Göttlichkeit wurde während der Produktion zu dieser Episode nicht verletzt, jedoch war seine kurze Arbeit als Sterblicher irgendwie interessant.

Sonstiges:

~Ausstrahlungstermine~

11.04.1999 RTL
12.04.1999 RTL
13.01.2000 ORF 1
11.05.2000 ORF 1
02.08.2002 ORF 1
05.08.2002 ORF 1
30.01.2004 13th Street
02.02.2004 13th Street
05.07.2004 13th Street
06.07.2004 13th Street
23.07.2004 ORF 1
25.07.2004 ORF 1
02.12.2004 13th Street
03.12.2004 13th Street
02.05.2005 13th Street
23.09.2005 13th Street
29.10.2005 Kabel eins
01.02.2006 13th Street
21.04.2006 13th Street
04.07.2006 13th Street
13.09.2006 13th Street
31.10.2006 13th Street
13.07.2008 RTL II

~Wertungen~

Argonaut:
Ich bin ganz Andys Meinung, als erstes hätte man diesen Surferboy in den Tartarus werfen sollen.
Meg Foster gibt einen spektakulären Einstand als Hera und ist sowieso das Highlight der Folge (das muss ich sagen, falls Cherakleia mal wieder vorbeischauen sollte).
Manch einer wünscht sich ja Gottvater zu sein, aber was macht man dann den ganzen Tag. Diese Folge gibt die Antwort: Fernseh schauen. Zeus sitzt im voll verkabelten Multimediaraum und sieht sich sich ständig das Programm der letzten Jahrzehnte an. Und das auf zig Flachbildschirme gleichzeitig. Kein Wunder, dass das Geld nicht mehr für eine gemütliche Inneneinrichtung gereicht hat. In dieser kahlen Berghütte hälts denn auch Hercules nicht lange aus.
glücklich glücklich glücklich

Indy:
Nun erfährt man endlich auch etwas mehr über Iolaus Familie. Apollo ist zwar wieder nur peinlich, aber der Hercules-Hera Handlungsstrang gleicht das mehr als aus. Neu ist außerdem das nur für diese Episode verwendete Gewandoberteil Hercules'. Chic sieht es zwar aus, aber zum Kämpfen ist es eher weniger geeignet.
Von mir gibts zum Abschluss der vierten Staffel
glücklich glücklich glücklich glücklich Punkte!



Hinweis:
  1. Weitere Infos im Forenthread: 4.22 (081) Böses Blut, Teil 3 - Reunions, Part III [0 Beiträge]
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