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Episodenguide Hercules 4.14 (73) Armageddon, Teil 2 - Armageddon now, Part II
02.01.2013 von Indy

Armageddon, Teil II

Armageddon now, part II


Besetzung:
Kevin Sorbo (Hercules / The Sovereign)
Michael Hurst (Iolaus)
Kevin Smith (Ares)
Matthew Chamberlain (Darphus)
Hudson Leick (Callisto)
Renée O'Connor (Gabrielle)
Lucy Lawless (Xena)
Geoff Clendon (Oronis)
John Dybvig (King Quallus)
Lee-Jane Foreman (Arleia)
Patrick Kake (Hercules)
Marcel Kalma (One-Legged Man)
Rebecca Kopacka (Young Callisto)
Jim McLarty (Pankos)
Kim Michalis (Young Alcmene)
Alex Moffat (Beckerus)
Amy Morrison (Hope)
Mark Sinclair (Village Man)

Stab:
Regie: Mark Beesley
Drehbuch: Paul Robert Coyle, Gene O'Neill, Noreen Tobin
Musik: Joseph LoDuca

Erstausstrahlung:
USA: 16.02.1998
BRD: 21.02.1999

~Inhalt~

Hope hat Callisto in die Vergangenheit geschickt, um Hercules noch vor seiner Geburt im Leib seiner Mutter zu töten. Iolaus wurde von Ares ebenfalls in die Vergangenheit geschickt, um Alcmene vor Callisto zu retten. Es gelingt ihm geradeso, einen ersten Anschlag auf Alcmenes Leben abzuwenden. In der Zwischenzeit sind Hercules und sein böses Alter Ego, der Herrscher, in der Paralleldimension gefangen...


~Titel, Kommentar, Disclaimer & Wissenswertes~


Titel:
OT: Armageddon Now, Part 2 - Heutiges Armageddon, Teil 2
Deutsch: Armageddon, Part 2 - Armageddon, Teil 2

Kommentar
Nach dem Cliffhanger am Ende der letzten Episode geht es an gleicher Stelle nun weiter und wir erfahren, dass Callisto mit ihrem Feuerball erst einmal daneben gezielt hat. Doch die beiden können ihr nicht auf lange Sicht entkommen. Letzten Endes wird Alcmenes Scheune mit ihr darin zerstört und Iolaus kann wie Hercules aus der Netherworld nur fassungslos zusehen. Eigentlich müsste Hercules mit dem Tod seiner Mutter vor dessen Geburt aufgehört haben zu existieren, doch die Netherworld schützt sowohl ihn als auch den Sovereign vor diesem Schicksal. Durch diese Tat beginnt sich die gesamte Geschichte neu zu entwickeln. Alle Werke und Taten Hercules werden somit nicht verrichtet, was sich in dieser Episode vor allem durch Xena bemerkbar macht. Ohne die Begegnung mit Hercules blieb die Kriegerprinzessin weiter auf ihrem Eroberungsfeldzug der Vernichtung. An ihrer Seite war der brutale Kriegsherr Darphus, der sich während der normalen Zeitlinie gegen sie stellte und sie schließlich Spießrutenlaufen ließ. Callisto reist nach dem Tode Alcmenes ein Stück in die Zukunft zur Zerstörung ihrer Heimatstadt Cirra durch Xena. Durch die Nichtexistenz Hercules sehen wir schon in Cirra eine Veränderung der Zeitlinie statt finden. Während in der regulären Zeit Callistos Mutter und Schwester während des Angriffes starben, ist hier Callistos Mutter und ihr Vater zu sehen. Ob Callisto in der veränderten Zeitlinie überhaupt Geschwister hatte, ist daher nicht bekannt. Eine weitere Veränderung macht sich in der Beziehung von Xena und Ares bemerkbar. Während in der regulären Zeit Xenas erste Face-to-Face-Begegnung mit Ares in Xenas "Xena und der Kriegsgott" stattfand, ist Ares in der veränderten Zeitlinie schon in Xenas Zelt zu sehen. König Quallus behält daher auch den Kronosstein nicht in seiner Sammlung, sondern bietet ihn Xena als Geschenk an, um sich und sein Königreich freizukaufen. Die Geschichte um König Quallus und den Kronosstein wurde in "Ein neuer Anfang" schon näher beleuchtet. Der Stein besitzt die Macht hat die Zeit anzuhalten und eine temporäre selektive Manipulation durchzuführen - sprich eine Zeitreise. So reisen Hercules und Autolycus in dieser Episode in der Zeit zurück und retten Serena schließlich vor ihrem Tod. Quallus wusste selbst nichts von der Macht seines Steines und so nutzt ihn Xena auch nur zur Dekoration ihres Zepters. Iolaus kommt mit dem Wissen um Xena, ihre Zukunft und ihr Können in das Zelt der umbarmherzigen Kriegerin und kann sie durch das Wissen um Solan sowie ihrer eigenen Kampfkünste beeindrucken. Callisto währenddessen versucht ihre Familie und ihr jüngeres Ich davon zu überzeugen, die Stadt zu verlassen um dem sicheren Tod zu entgehen. Als Cirra letztendlich angegriffen wird, ist es dann Callisto, die ihren Vater während des Kampfes tötet, da sie ihn für einen von Xenas Schergen hält. Callistos Mutter sieht sie sogleich als Feindin an und versucht ihre Tochter zu schützen, was Callisto mit einem Todesfeuer bestraft. Nun will sie ihr eigenes Ich im brennenden Haus sterben lassen, um selbst den Qualen der Zukunft entgehen zu können. Das Geschäft, das sie mit Hope eingegangen ist, um Erlösung zu finden. Doch Iolaus kann die junge Callisto retten und der Plan geht nicht auf. Jedoch zeigt sich schon an diesem Tag, dass Callistos Herz verbittert ist, als diese zu Iolaus meint, nachdem er sie in die Obhut ihres Onkels übergeben hat, dass sie niemals über den Tod ihrer Eltern weinen werde. Wir erfahren auch erstmals, dass Callistos Eltern Pankos und Arleia hießen.
Doch nicht nur Callisto hat mit den Fehlern ihrer Vergangenheit zu kämpfen, auch Hercules erfährt, dass er eine gewisse Mitschuld am Sovereign trägt und als Auslöser für diese Schöpfung angesehen werden kann. Schuld ist bekanntlich ein immer heikles Thema. Wir erinnern uns zurück an den Beginn der Serie: Hercules war seit den Filmen mit Deianeira verheiratet und hatte drei Kinder: Aeson, Klonus und Ilea. In "Der falsche Weg" schickte Hera einen Feuerball und tötete aus Rache für die Untaten des Zeus Hercules' Familie. In "In einer fremden Welt" haben wir erfahren, dass wenn in unserer Welt ein Mensch stirbt, dessen Pendant im Spiegeluniversum das gleiche Schicksal ereilt. Nun erfahren wir, dass der Sovereign erst zu diesem kaltherzigen, verbitterten Scheusal geworden ist, nachdem seine Familie gestorben war und dies indirekt auf Hercules zurückzuführen ist. Natürlich ist es schon richtig, dass Hercules bemerkt, dass jeder selbst für sein Schicksal und seinen Lebensweg verantwortlich ist, doch hatte Hercules auch eine Stütze durch seinen Freund Iolaus und wusste im Gegensatz zum Sovereign auch den Grund, warum ihm und seiner Familie dieses Leid angetan wurde.
Iolaus ist zwischenzeitlich wieder in der Jetzt-Zeit angekommen und es zeigt sich das ganze Ausmaß der Veränderung einer Welt ohne Hercules. Xena ist zur Eroberin geworden, die die ganze bekannte Welt von Rom bis an die Enden der Erde beherrscht. Statt Julius Caesar bannt nun ihr Profil auf den Münzen. Als Hauptstadt scheint sie sich Korinth ausgewählt zu haben. Die Erinnerungen an Hercules wurden vollends ausgelöscht. Nicht einmal Ares als Gott kann sich mehr an seinen ungeliebten Halbbruder erinnern. Vor Xena wird zufälligerweise gerade Gabrielle geführt, die es wagte zu sprechen. Wäre Xena nicht gewesen, hätte Gabrielle also dennoch kein einfaches Leben in Poteidaia gelebt, sondern wäre ihrem Herzen gefolgt und hätte nach ihren Möglichkeiten für das Gute gekämpft. Xenas eigene Erfahrungen gibt sie nun an andere Menschen weiter und so lässt sie als Herrscherin der Welt nicht einmal mehr Frauen und Kinder verschonen und Gabrielle wird dem Sprichwort "Heilmittel gegen Mut ist Furcht" getreu gekreuzigt, nachdem sie ihr die Beine hat zerschlagen lassen. Eine Erfahrung, die Xena in früher Zeit schon durch Julius Caesar machen musste. Diese veränderte Zeitlinie kann Iolaus dann schließlich mithilfe von Hercules auflösen, der ganz getreu dem Deus Ex Machina urplötzlich Verbindung mit seinem Weggefährten aufnehmen kann und diesem den entscheidenden Hinweis über den Kronosstein gibt. So weiß Iolaus glücklicherweise auch sofort, wie er diesen zu benutzen hat und reist an den Zeitpunkt von Alcmenes Tod zurück, um diese zu retten. Daraufhin geht die Zeitlinie wieder ihren gewöhnlichen Gang. Allerdings wird es dennoch Veränderungen geben, da jeder Ausflug in die Vergangenheit irgendwelche Konsequenzen nach sich ziehen wird. Kurz vor Schluss erfahren wird dann auch noch den Altersunterschied der beiden Freunde, da es zum Zeitpunkt von Hercules Geburt einen zweijährigen Jungen namens Iolaus in der Stadt gab. Hercules wäre nicht Hercules, wenn er zu guter Letzt nicht noch einen eigenen Weg aus der Netherworld gefunden hätte. Seine erstes Wort nach der Ankunft aus dem Dimensionstunnel in unserer Welt zu Callisto ist Surprise/Überraschung. Dies verweist auf das erste Zusammentreffen Callistos mit Hercules in der gleichnamigen Episode Surprise. Die Göttin bleibt am Ende gefangen in der Netherworld zurück, aus der sie erst in Xenas Sacrifice wieder herauskommen wird. Die Dunkelheit ist noch nicht besiegt und Hope sieht auf Hercules und Iolaus herunter...

Disclaimer:
OT: Although Alcmene's barn was blown to smithereens, remarkably she and Iolaus were not harmed during the production of this motion picture.

Übersetzung: Obwohl Alcmenes Scheune in Stücke gesprengt wurde, wurden sie und Iolaus offensichtlich während der Produktion dieser Episode nicht verletzt.

~Fotostrecke~

Na Callisto, dass dieser Weg perfekt für Wasser geeignet ist, da hättest du aber schon drauf kommen können....


Alcmene stirbt und Iolaus glaubt seinen besten Freund verloren zu haben.


Dass man damals schon mit Kreuzen beerdigte ist zwar neu, aber Iolaus versucht im Zeitstrudel das Geschehene zu verhindern.


Xena als Eroberin versammelte Heerscharen um sich, um die bekannte Welt einzunehmen.


Xenas Feldzug hat schon begonnen und der Kriegsgott erfreut sich am Schauspiel.


Xena kann das Geschenk von König Quallus nicht deuten, während ihre Horden über Callistos Heimatstadt Cirra herfallen. Callisto will sich selbst in der Vergangenheit töten, um ihrem Leid zu entgehen.


Die junge Callisto musste gerade den Mord an ihren Eltern mitansehen, doch die Bitterkeit ist schon in ihr zu spüren. Nicht einmal darüber kann sie weinen.


Xena hat in der Jetzt-Zeit die Welt erobert und lässt sich feiern.


Gabrielle als Sprecherin der Unterdrückten wird gekreuzigt. Sowohl Xena als auch Gabrielle sind das letzte Mal in Hercules zu sehen.


Hercules findet einen Weg aus der Netherworld und Callisto verschwindet im Dimensionstunnel bis Sacrifice.


Der Hindinnenblutdolch wird in die Mauern der Hallen des Krieges geschlagen. Dieser Ort bleibt jedoch auch nur bis Sacrifice geheim.


Iolaus: "Das ist das Ende von Callisto - richtig?" Hercules: "Hoffentlich, aber etwas macht mir mehr Sorgen. Es gibt immer noch das Böse, das hinter allem stand. Man muss sich darum kümmern."
...und das Auftreten von Hope war wohl selten so düster wie in diesem Zweiteiler...


Sonstiges:
  • Dies ist die letzte Episode, in der alle vier Hauptdarsteller (Hercules, Xena, Iolaus, Gabrielle) in einer Episode auftreten. Gleichzeitig markiert diese Episode die letzten Auftritte von Xena und Gabrielle in Hercules und die letzte Begegnung der beiden mit Iolaus.
  • Darphus-Darsteller Matthew Chamberlain durfte seine Rolle aus "Eine weibliche Kampfmaschine" und "Das befreite Herz" wieder aufnehmen, während die Rolle von König Quallus aus "Ein neuer Anfang" neu besetzt wurde.
  • Kim Michalis hatte die Rolle der jungen Alcmene schon im ersten Movie "Hercules und das Amazonenheer" inne.
  • In dieser Episode ist zum letzten Mal der Sovereign zu sehen. Ebenfalls hat Callisto ihren letzten Auftritt in Hercules
  • Die Hope-Saga wird in Xenas "Sacrifice" fortgesetzt. Die Dahak-Sage erreicht ihren Climax in der ersten Hälfte der fünften Hercules-Staffel
  • In dieser Episode wird die Kriegerprinzessin "Xena - The Conqueror" genannt. Dies stellt einen Verweis zu Kevin Sorbos damaligen Film Kull the Conqueror dar.
  • Die Netherworld wird noch einmal in Xena ein Thema sein, auch wenn sie dort nicht visuell sichtbar sein wird. In Xenas "Amazonenblut" bringt Yakut den Dolch der Amazonen aus der Netherworld zurück, um den Amazonen ihre Geschichte zu zeigen, die in Amazon High ihren Anfang nahm.


~Ausstrahlungstermine~

21.02.1999 RTL
22.02.1999 RTL
03.01.2000 ORF 1
04.01.2000 ORF 1
02.05.2000 ORF 1
03.05.2000 ORF 1
23.07.2002 ORF 1
14.02.2003 ORF 1
16.02.2003 ORF 1
20.01.2004 13th Street
21.01.2004 13th Street
23.06.2004 13th Street
24.06.2004 13th Street
22.11.2004 13th Street
23.11.2004 13th Street
20.04.2005 13th Street
10.09.2005 Kabel eins
13.09.2005 13th Street
26.01.2006 13th Street
14.04.2006 13th Street
28.06.2006 13th Street
07.09.2006 13th Street
25.10.2006 13th Street
18.05.2008 RTL II

Wertungen:


mono
Wie schon in meiner Rezension zum ersten Teil beschrieben: eine großartige Callisto-Folge.
Apropos Requisiten-Recycelung:



Im Prinzip haben die Federfächer in beiden Fällen auch die gleiche Funktion - bei 4.12 (71) MIP - Men in Pink um die Körper von Autolyca und Salmonella beim Showtanz zu verhüllen und bei der Alternativ-Welt-Xena aus dieser Folge ebenfalls um diese vor ihrem Volk zu verhüllen bis sie bei ihrem Thron angekommen ist - für einen besseren Effekt aufs Publikum.
Die Rückblenden mit Xena sind leider nur kurz. Das "leider" weil die unberechenbare Herrführerin von damals für gewöhnlich interessanten Stoff bietet da solche Rückblenden meist einschneidende Ereignissen präsentieren. Das ist diesmal nicht der Fall aber trotzdem ist es immer schön die aberwitzige Xena aus alten Zeiten zu sehen. Gabrielle bekommt lediglich eine obligatorisch-tragische Rolle als Xenas Antagonistin.

Aber dennoch als Callisto-Folge:



Indy:
Callistos Figur wird tragischer in dieser Episode und wir sehen endlich mehr der Ereignisse, die sie zu dem machten, was sie sind. Dass sie dann aus Versehen auch noch ihren Vater tötet und durch ihren eigenen Tod in der Vergangenheit ihrem Leben entfliehen will, bringt dann noch die Climax. Doch auch als Mädchen merkt man schon die harten Züge, als die kleine Callisto zu Iolaus meint: "Ich werde niemals weinen". Auf der anderen Seite bekommt die Figur des Sovereign eine neue Dimension als klar wird, dass der Sovereign erst zu dem wurde, was er nun ist, als seine geliebte Familie um Deianeira starb und dafür eigentlich Hercules verantwortlich war.
Xena ist für mich auch etwas zu kurz zu sehen, macht ihre Rolle dennoch überzeugend. Gabrielle werden dann auch noch wie Xena einst von Caesar die Bein zertrümmert. Außerdem gibts ein Wiedersehen mit Xenas Heerführer Darphus, der sie in der Xena-Trilogie Spießrutenlaufen ließ. Aus dem Dimensionstunnel darf Callisto dann in Xenas "Sacrifice" wieder raus und der Hindinnenblutdolch findet dort auch noch Verwendung. Hercules meint, dass das Böse noch nicht besiegt sei. Den ersten Schritt dazu macht Xena in Sacrifice und schließlich Familie Monster, den endgültigen Kampf gegen Dahak darf sich dann aber Hercules in seinen besten Folgen in Staffel 5 stellen...
Für mich die beste Folge der vierten Hercules-Staffel, daher volle Punktzahl und den Staffel-Bonus:
+ Staffelbonus



Hinweis:
  1. Weitere Infos im Forenthread: 4.14 (073) Armageddon, Teil 2 - Armageddon, Part II [4 Beiträge]
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