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Episodenguide Hercules 4.13 (72) Armageddon, Teil 1 - Armageddon, Part 1
02.01.2013 von Indy

Armageddon, Teil I

Armageddon now, part I


Besetzung:
Kevin Sorbo (Hercules/Der Herrscher)
Michael Hurst (Iolaus)
Kevin Smith (Ares)
Hudson Leick (Callisto)
Kim Michalis (Young Alcmene)
Joel Tobeck (Strife)
Amy Morrison (Hope)
Liddy Holloway (Alcmene)
John Manning (King Tyndareus)
Bernard Moody (Drunk)
Mark Caldwell (Peasant)
Rodney Cook (Passerby)
Les Dwight (Masher)
Shirley Eliott (Gossip)
Patrick Kake (Hercules / Sovereign Double)
Lucy Lawless (Xena/Archivmaterial)
Renee O'Connor (Gabrielle/Archivmaterial)

Stab:
Regie: Mark Beesley
Drehbuch: Paul Robert Coyle
Musik: Joseph LoDuca

Erstausstrahlung:
USA: 09.02.1998
BRD: 14.02.1999

~Inhalt~

Hope, die böse Tochter von Gabrielle, befreit Callisto aus ihrem Felsgefängnis und gibt ihr den Auftrag, Hercules zu töten. Callisto schließt sich mit Hercules'' Todfeind Ares, dem Gott des Krieges, zusammen und gemeinsam suchen die beiden nach einem Weg, um Hercules zu beseitigen. Dabei kommt ihnen der Zufall zu Hilfe. Hercules und Iolaus halten sich bei Hercules'' Mutter Alcmene auf, um ihr eine Wand zu bauen. Während sie fleißig an der Arbeit sind, teilt ihnen Alcmene mit, dass sie eine beunruhigende Nachricht erhalten hat: Die Tochter der Königin Leda, einer alten Freundin von Alcmene, ist mit ihrem Geliebten, einem Prinzen, durchgebrannt und hat ihn gegen den Willen ihres Vaters, König Tyndareus, geheiratet. Tyndareus will sich diese Schmach nicht bieten lassen und rüstet, angestachelt durch die Einflüsterungen des Kriegsgottes Ares, zum Krieg. Hercules bietet seiner Mutter an, den König aufzusuchen, um ihn friedlich zu stimmen. Gemeinsam machen sich die beiden Helden zum Hofe Tyndareus'' auf, um den Frieden zu sichern. Sie ahnen nicht, dass ihnen von anderer Seite größte Gefahr droht: Hope, die böse Tochter von Gabrielle und dem Dämon Dahak, befreit die grausame Kämpferin Callisto aus ihrem Felsgefängnis und gibt ihr den Auftrag, Hercules zu beseitigen. Callisto trifft zufällig mit Ares zusammen, der ebenfalls den Wunsch hat, Hercules zu töten. Die beiden bösen Kreaturen beschließen, ihre göttlichen Kräfte zu vereinen, um so den Sohn des Zeus zu erledigen. Bei ihrem Plan kommt ihnen plötzlich der Zufall zu Hilfe: Vor ihren Augen tut sich ein Dimensionstunnel auf, und in diesem Tunnel erscheint der finstere Herrscher, Hercules'' Alter Ego der Paralleldimension. Um seinen Hals trägt der Herrscher eine Kette mit einem Anhänger. In diesem Anhänger befindet sich ein Tropfen Blut der Hindin, einer göttlichen Hirschkuh. Mit Hilfe dieses Blutes können Götter und Halbgötter getötet werden. Geistesgegenwärtig greift Ares nach dem Anhänger und bringt ihn in seinen Besitz. Nun endlich haben er und Callisto eine Waffe, um Hercules zu töten...

~Titel, Kommentar, Disclaimer & Wissenswertes~


Titel:
OT: Armageddon Now, Part 1 - Heutiges Armageddon, Teil 1
Deutsch: Armageddon, Part 1 - Armageddon, Teil 1

Kommentar
Diese Episode übernimmt die Schlussszene von Xenas "Mutterinstinkte" und führt diese fort. Während Ephinys Totengesang für Xenas Sohn Solan und Gabrielles Tochter Hope sehen wir die beiden Heldinnen kurz vor den brennenden Leichnamen ihrer Kinder stehen, bevor Hope im Ascheregen wiederaufersteht. Dabei saugt sie das Leben eines alten Mannes in sich auf, um wieder materielle Gestalt annehmen zu können. Auch Callisto wird in dieser Episode dort abgeholt, wo sie in Mutterinstinkte zurückgelassen wurde. Begraben untern Tonnen von Stein, nachdem die Höhlendecke einstürzte. Callistos Ziel, das zu vernichten, was Xena am meisten bedeutet, hat sie erreicht. Was nun folgt, ist eine große Leere, doch ihre Aufgabe ist für Hope noch nicht beendet. Das Ziel Dahaks, auf diese Welt zurückzukehren, wird noch durch den größten Helden aller Zeiten, Hercules, verhindert, weswegen dieser aus dem Weg geräumt werden soll. Callisto bedient sich daher Ares' Hilfe. Diese beiden trafen zuletzt in Xenas "Die Schliche des Sisyphus" aufeinander. Ein Verweis darauf ist, dass Xena zur damaligen Zeit in ihrem Körper steckte. Hercules ahnt jedoch noch nichts von all dem Übel und baut den Schutzzaun für Mutter Alcmene weiter. Dies wird langsam aber sicher zum Running Gag, der auch im Disclaimer vermerkt wird, da schon seit Urzeiten an diesem Zaun gebaut wird, den Hercules nebenbei bemerkt sehr genau baut, und dieser wohl niemals fertig werden wird. Auch diesmal wird Hercules wieder weggerufen. Unterwegs berichtet Iolaus von der Vorstellung, dass ja die Erde von vier riesigen Elefanten getragen werde, während Hercules unter abschätzigen Blicken seines Freundes erwidert, dass er immer dachte, die Erde sei rund. Iolaus' scheint auf seinen Reisen auch schon nach Indien gekommen zu sein. Vielleicht hatte er ja Xena davon erzählt, damit sie und Gabrielle sich dieses wundervolle Land auf ihren Reisen später auch einmal anschauen können. Im Hinduismus existiert die Sage, dass die Erde von drei riesigen Tieren getragen werde. Der Weltenschildkröte Kurma, der Weltenschlange Shesha und dem Weltenelefant Maha-Pudma. In der Mongolei legte man die Gräber der Toten daher früher in Schildkrötenform an, da die Vorstellung des Schildkrötenpanzers dem der Erde glich und das Tier als unsterblich angesehen wurde. Tatsächlich können Schildkröten teilweise ein Alter von über 250 Jahren erreichen, was im Vergleich zu den meisten anderen Tieren als eine Art Unsterblichkeit angesehen werden kann.
Hercules kann König Tyndareus dann davon überzeugen, den von Ares initiierten Plan aufzugeben. Tyndareus hat dabei ein historisches Vorbild: Tyndareos war der Sage nach ein König von Sparta. Nach dem Tod seines Vaters wurde er anfangs von seinem Halbbruder aus Sparta vertrieben und floh ins Exil. In dieser Episode wird Tyndareus als alter Freund von Hercules aufgeführt. Auch dies lässt sich auf die Sage zurückführen, denn Herakles soll Hippokoon, Tyndareos Halbbruder und dessen Frau getötet haben und Tyndareos somit den Weg auf seinen rechtmäßigen Thron geebnet haben. Er war außerdem der Vater von Castor und Pollux, die uns noch in Xenas "Daphne" begegnen werden. Da die beiden jedoch früh starben und in den Olymp aufgenommen wurden, wurde Menelaos Tyndareos Nachfolger auf dem Königsthron von Sparta, dessen Frau Helena wiederum von Paris nach Troja geraubt wurde. Das Ende dieser Geschichte war schon in Xenas "Brudermord" zu betrachten.
Nachdem Ares' Plan mit Tyndareos zunichte gemacht wurde, taucht denn Callisto auf, um zumindest Teile ihres Planes für Hercules mitzuteilen. Gemeinsam befreien sie den Sovereign aus dem Dimensionstunnel, in welchem dieser in "In einer fremden Welt" zurückgelassen wurde. In unserer Welt angekommen, fällt dem Sovereign als erstes Ares' schwarzes Outfit auf, das er von dem Gott der Liebe in seiner Welt nicht gewöhnt ist. Ares meint daraufhin: "You’re not in Neverland now, pal. You’re in my yard." Neverland spielt dabei auf die Geschichte um Peter Pan an. Peter Pan ist die Hauptfigur einer Geschichte aus der Feder von James Matthew Barrie und lebt auf der fiktiven Insel Neverland (dt: Nimmerland), wo die Menschen niemals erwachsen werden und sich nur etwas ganz fest wünschen müssen, um es geschehen zu lassen. Neben Peter Pan, der fliegen kann, gibt es noch weitere Fantasiegestalten wie Meerjungfrauen oder Elfen zu bewundern. Um dieses Utopia wahr werden zu lassen, benannte der 2009 verstorbene King of Pop, Michael Jackson, seine Villa auch Neverland-Ranch. Während in "In einer fremden Welt" nur Zeus durch seine Blitze den Dimensionstunnel öffnen konnte, reicht hier die vereinte Kraft von Ares und Callisto aus. Deren Plan, Hercules sowie den Sovereign im Dimensionstunnel gefangen zu halten - weitab von Raum und Zeit, ganz wie es auch im Wurmloch nahe Bajor in Star Trek Deep Space Nine der Fall ist - gelingt, nachdem sie dem Sovereign noch den Behälter mit Hindinnenblut abnehmen konnten. Im Streit der beiden Götter scheint Ares der stärkere zu sein, doch Callisto gelingt es mithilfe von Hope Ares schließlich zu besiegen. Daran schließt sich ein Novum an: Zum allerersten Mal stirbt in den Serien ein Gott. Strifus erlebt als erster die Macht des Hindinnenblutes. Ares gibt sich daraufhin überzeugend, allerdings ungewohnt gefühlsbetont, kann jedoch von Iolaus davon überzeugt werden, Callisto und Hope nachzugehen. Von Hope scheinen die Olympier zumindest schon einmal etwas gehört zu haben, denn die große Dunkelheit ist ihnen bekannt. Doch warum war es gerade Strifus, der gekillt wurde? Laut Aussage von Rob Tapert ist der Grund ganz simpel gewesen: Ares konnte man nicht töten lassen, da man ihn noch weiter brauchen würde. Blieben nur Discordia und Strifus übrig. Mit Discordia wurde jedoch schon eine Episode gedreht, die nach Armageddon spielen sollte, also durfte sie nicht sterben und nur Strifus blieb übrig.
Wir erfahren dann noch in dieser Episode, dass alle Götter die Macht hätten, in der Zeit zurückzureisen. Dies hätte Ares oder auch anderen Göttern doch sicher in anderen Episoden die ein oder andere Niederlage ersparen können. Vielleicht dürfen sie dies jedoch aufgrund eines Erlasses von Zeus nicht anwenden und Ares macht diesmal nur eine Ausnahme, indem er Iolaus in diese Zeiten zurückschickt, wo Callisto sich auch gerade befindet. In der Zeit, als Alcmene gerade mit Hercules schwanger war, erfährt man nun auch, dass Hercules sterblicher Halbbruder Iphicles (der wie sein unsterbliches Pendant Ares auch von Kevin Smith verkörpert wird) älter als Hercules sein muss, da er zur Zeit bei Freunden ist. Alcmenes Worte am Grab ihres Mannes, der im Krieg gefallen ist, geben kurz vor ihrem Tod am Ende der Episode noch einen nachdenklichen Abschluss, der von wahrer Liebe zeugt:
The Baby kicked again. It’s so strong. Our baby, Amphitryon, no matter what anyone says. I know it was you in my bed that night, even though they say it’s not possible. They say you were killed before the night you came to me. And if that’s true I have to believe because our love was so strong that you came to me in spirit. I know it was you. I’ll always love you.”

Disclaimer:
OT: Once again, Alcmene's fence was not finished during the production of this motion picture.

Übersetzung: Und wieder einmal wurde Alcmenes Zaun während der Produktion dieser Episode nicht fertig gestellt.

~Fotostrecke~

Die Episode beginnt mit der Schlussszene von Mutterinstinkte. Hope überlebt und kommt als Ascheregen auf die Erde zurück.


In nicht materieller Form saugt sie einen Körper aus, um wieder als Materie existieren zu können.


Anschließend befreit sie Callisto aus deren Gefängnis, in das sie Xena brachte.


Der dunkle Plan der Dahaktochter setzt sich fort, während Hercules einmal mehr dabei ist, den Zaun für seine Mutter weiterzubauen.


Ares & Callisto sind ausnahmsweise mal einer Meinung, dass Strifus die Klappe halten soll und öffnen zusammen den Dimensionstunnel, um den Sovereign zu befreien.


Hercules und Iolaus müssen diesen wieder einfangen, doch Hercules wird mit dem Sovereign in Netherworld, der Zwischenwelt innerhalb der Dimensionen außerhalb von Raum und Zeit gefangen.


Callisto alleine ist nicht stark genug gegen Ares, doch mit Hopes Hilfe schafft sie es ihn zu besiegen und tötet Strifus mit dem Blut der Hindin.


Iolaus reist Callisto in der Zeit nach und trifft auf die junge Alcmene, die gerade am Grab ihres Mannes Amphitryon betet und den kleinen Hercules im Leib trägt.


Fortsetzung folgt...


Sonstiges:
  • Die Stadt, in der Hopes Asche sich wieder zu einer menschlichen Gestalt formt, wurde auch schon im Film "Hercules und das vergessene Königreich" benutzt
  • Zum ersten Mal hören wir, wie Alcmenes Mann hieß: Amphitrion
  • Kim Michaelis spielte die junge Alcmene schon im Film "Hercules und das Amazonenheer"
  • Der letzte Hindinnenblutdolch wurde in "Ein neuer Anfang" zerstört, daher kommt das hier verwendete Hindinnenblut aus dem Spiegeluniversum
  • Diese Episode war eine der ersten, die nach Kevin Sorbos langer Krankheit gedreht wurden. Daher ist sein Haar noch kürzer als gewöhnlich.
  • In den Rückblenden sind Szenen aus Der junge Hercules, Hercules und das Amazonenheer, Medea Culpa sowie Einmal Held, immer Held zu sehen.
  • Patrick Kake spielt das Hercules-Double. In Cleopatra 2525 wird er noch als Mauser zu sehen sein


~Ausstrahlungstermine~

14.02.1999 RTL
15.02.1999 RTL
30.12.1999 ORF 1
28.04.2000 ORF 1
22.07.2000 ORF 1
13.02.2003 ORF 1
19.01.2004 13th Street
20.01.2004 13th Street
22.06.2004 13th Street
23.06.2006 13th Street
19.11.2004 13th Street
22.11.2004 13th Street
19.04.2005 13th Street
03.09.2005 Kabel eins
12.09.2005 13th Street
25.01.2006 13th Street
14.04.2006 13th Street
27.06.2006 13th Street
07.09.2006 13th Street
25.10.2006 13th Street
11.05.2008 RTL II



© unbekannt


Wertungen:
mono:
Kauf dir selber was! / Get your own!

Callisto spielt die "Irre" wieder ganz gut, wobei ich sie in der Xena Episode 3.11 (57) Mutterinstinkte (Maternal Instincts), in welcher der Handlungsbogen seinen Anfang nahm, etwas besser fand als hier in Hercules.
Armaggedon Now ist eine Callisto-Episode in der diese leider nur als Hopes Werkzeug fungiert, dennoch viel über ihre Vergangenheit preisgegeben wird und wir im entscheidenden Moment ihres Lebens quasi live dabei sind. Callisto spielt den gebrochenen Charakter, der von seiner Vergangenheit verfolgt wird einfach großartig. Besonders jetzt nach ihrer Rache an Xena und der Desillusionierung die darauf folgt bringt sie die emotionale Leere unglaublich glaubhaft rüber. Die Irre Mörderin ist einer der emotionalsten und glaubhaftesten Chars im Herc- und Xenaverse.

Eigentlich ist die Story inhaltlich wirklich vielversprechend, aber Hercules Parallelwelten Ego "der dunkle Herrscher" ist nur nervig . Eine reine Callisto-Folge wäre großartig gewesen.



Indy:
Den Beginn der Episode fand ich wirklich cool. Erst die Wiederholung von Ephinys Grabgesang und die Schau über die brennenden Leichen von Hope und Solan und dann die Wiedergeburt Hops im Ascheregen, indem sie einem alten Mann das Leben aussaugte.
Die Leere, die Callisto nun empfindet, finde ich auch sehr gut dargestellt, eigentlich hat sie keine Lust mehr, doch ist immer noch an Hope gebunden. Das Hindinnenblut zeigt erstmals seine Wirkung und Strifus muss sterben, das erste Mal überhaupt, dass ein Gott in unseren Serien stirbt.
Der Sovereign ist etwas besser dargestellt als noch bei seinem ersten Auftritt und der nicht enden wollende Kampf zweier wirklich gleichstarker Halbgötter in einer Ebene zwischen Raum und Zeit hat mir auch gefallen.
Iolaus redet Ares schließlich ins Gewissen und darf Callisto in der Zeit nachreisen. Einer der gewaltigsten Cliffhanger in Hercules bisher, das sind wir sonst nur von Xena gewöhnt.
Volle Punktzahl, da die nachfolgende Episode aber trotzdem nochmals eine Steigerung darstellt, gibts dort den Staffelbonus:



~Livia~
Einfach geil!!!
glücklich glücklich glücklich glücklich glücklich


Argonaut:
Eine der besten Folgen der Hercules Serie
glücklich glücklich glücklich glücklich glücklich



Hinweis:
  1. Weitere Infos im Forenthread: 4.13 (072) Armaggedon, Teil 1 - Armaggedon Now, Part I [3 Beiträge]
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