Artikel » Events » Meine erste Ring-Con (2012)
   

Events Meine erste Ring-Con (2012)
16.01.2013 von Xanderharris82

Meine erste Ring-Con

ein Bericht von Xanderharris82


Die Ring-Con 2012 war meine erste Convention und meine erste Aktion mit dem Forum.
Ein wenig skeptisch war ich schon, da ich mit Fantasy-Fandome und neuerer Fantasy kaum etwas zu tun hatte.
Aber diese Skepsis verpuffte nahezu sofort als ich mein erstes Panel besuchte. Die Schauspieler Joe Dempsie und Natalie Tena aus der Serie „Game of Thrones“ beantworteten in sehr fröhlicher und freundlicher Art die Fragen der Gäste.
Danach wurde mein Zwerchfell dass erste Mal beansprucht Craig Parker (Darken Rahl, LotS, Haldir, HdR) betrat die Bühne und hat mit dem MoC Mark Ferguson (Gil-Gallad, Herr der Ringe) diese dann auch nach allen Regeln der Kunst gerockt. Ein absolutes Highlight des Auftritts war sicherlich, als Craig gefragt wurde, wie es war einen Elben zu spielen und er antwortete, es sei super gewesen. Bis auf die Tatsache, dass Elben nicht auf den Boden gucken, wenn sie laufen und das dies besonders in Waldszenen zu einigen Animositäten geführt hätte. Craig und Mark präsentierten Dieses dem Publikum direkt und stolperten und watschelten über die Bühne.


Von links nach rechts: Mark Ferguson und Craig Parker.     © by mono / www.teamtapert.de

Nach einer kleinen Stärkung mit dem etwas trockenen Burger und echt leckeren Potato Wedges, ging es dann mit Billy Boyd weiter. War er vor der Com schon einer meiner Beweggründe auf diese zu fahren, hat er durch sein Auftreten, seinen Humor und seine pure Fröhlichkeit meine Erwartungen sogar noch übertroffen.
Besonders lustig war an dieser Stelle die Geschichte, wie er mit Dominik Monaghan einen Film ausarbeiten wollte und es damit geendet ist, dass er die ganze Zeit vor dem Fernseher saß und Kaffee getrunken hat. Zu Dominik fiel ihm noch ein, dass die beiden Hobbits immer vertauscht wurden und er andauernd gefragt wurde, wie es war in „Lost“ mit zu spielen. Was für mich zum Zitat der RingCon werden sollte! lachend
In der „Opening Ceremony“ stellten uns Mark und „Mini-mark“ Lori alle beteiligten vor. Live wurden Sie hierbei von einer Tribaltänzerin unterstützt.
Die beiden Moderatoren banden das Publikum sehr gut in die Veranstaltung mit ein und sorgten für eine gelungene Begrüßung.
Den Abschluss der freitäglichen Panels machte „Mr. Samweis Gamdschie“ Sean Astin persönlich. Es ging wesentlich ruhiger und ernster zu, als bei den vorhergegangenen Veranstaltungen. Aber Sean wußte trotzdem mit seinem ruhigen Humor und seiner sehr freundlichen und höflichen Art die Fans zu unterhalten. Danach neigte sich dieser Freitag, dann auch dem Ende zu.
Am Samstag machte der Comedian, Regisseur und Autor Tommy Krappweiss den Anfang.
Der seine Buchreihe um Mara kurz vorstellte und auch seine Bücher um seine Kindheitscampingerfahrungen mit kurzen Videoeinspielern.
Besonders schön war eine Comedy-Einlage in der Krappweiß erklärte, wie es bei dem Osterfest von der „alleinigen“ Feier, der Auferstehung Christi zu der Sache mit dem Hasen und den Eiern gekommen ist.
Dann rief er seinen Freund Bernhard Hoecker auf die Bühne und die Beiden gestalteten das restliche Programm gemeinsam.
Der Bericht über einen Dreh mit „Herr der Ringe“-Touch für das Tourismus-Ministerium in Neuseeland war einfach nur göttlich. Videos dürfen an dieser Stelle gerne verlinkt werden.
Speziell Bernhard Hoeckers Spott über den Spannungsaufbau in den Krappweiss-Werken und Geschichten sorgten für viele Lacher. (Wenn Du Spannungsaufbau beherrschen würdest, bräuchtest du auch nur ein Buch und nicht drei!)
Nach den Comedians präsentierte Mark uns den LARP-Doku-Film „Herr der Spiele“. Regisseurin Uta Bodenstein begleitet in diesem Film drei LARP-Spieler auf ihrer Reise durch Elf-Ork-Schlachten und Zombieinvasionen. Eine sehr kurzweilige Präsentation, bei der man in Versuchung kommt selbst das Schwert zu ergreifen.
Iain Glen (Dr. Isaacs, RE 2+3/ Ser Jorah Mormont, GoT) folgte auf den Film. Der Schauspieler beantwortete die Frage sehr ruhig und cool, ließ dabei aber seinen britischen Witz einfließen, was auch dieses Panel zu einer sehr kurzweiligen Angelegenheit werden ließ.
Danach kam dann, dass was mein absolutes Highlight für diese Ring-Con werden sollte das „Kiwi-Panel“. Mark Ferguson, Lori Dugney, Thomas Robins und Craig Parker betraten die Bühne.
Dann bekam das Publikum, die Frage gestellt, ob es sie es geil fänden, wenn Kiwis sich zum Affen machen. Dieses wurde laut starkt bejaht. Was dann folgte, war wahrscheinlich die beste Improvisationsshow, der ich jemals beiwohnen durfte.
Ob es jetzt darum ging zu viert frei eine Geschichte zu erzählen, wobei jedes Ensemble-Mitglied nur jeweils das nächste Wort von sich geben durfte oder aus von den Zuschauern gewählten Sätzen eine Kammerquartett zu bilden. Die Vier wußten das Publikum zu unterhalten und die 45 Minuten vergingen einfach nur viel zu schnell.
Abends durften sich noch „Legend of the Seeker“-Hauptdarsteller Craig Horner und „Game of Thrones“-Schwergewicht Jason Mamoa auf der Bühne ihren Fans stellen.
Craig Horner (sicherlich ein Highlight für die Mitglieder der Community) wusste es mit jugendlichen Charme und gut ausgespielter Schüchternheit die Fans auch ohne Marks Hilfe zu fesseln. Er sprach offen über seine Musik, seine Probleme, sein Leid (Kälte in Neuseeland) und seine Freuden als Hauptdarsteller der Fantasyserie. Er ließ dabei immer wieder durchblicken, dass er ein großer Fan von „Buffy – The Vampire Slayer ist“. -
Schließlich durfte Jason Mamoa sein zweites Panel begehen, dieses Mal ohne seine „Mami“ Lori Dungey. Neben seinen Rollen in Conan, Game of Thrones und Stargate: Atlantis ging es in diesem Panel hauptsächlich um Bier. Jason drückte sich zum Beispiel um einen Tanz, lieferte dafür aber ein in Zeitlupe getrunkenes Bier. Immer wieder schien bei dem Hünen, aber auch eine sehr weiche und sympathische Seite hervor.
Nachdem alles Stars ihre Fragen für diesen Tag beantwortetet hatten, kam das „Harpo Speaks“-Konzert und Tommy Krappweiss hatte bei mir endgültig seinen Platz als absolutes Multitalent inne. Die Show war einfach nur super und die Songpalette genial. Der absolute Höhepunkt war der Auftritt von Krappweissgeschöpf „Bernd, das Brot“ mit anschließendem Fotoshooting. Da fühlte ich mich schon wieder wie ein kleines Kind.
Samtagabend durften wir dann noch den Künsten von DJ Rick lauschen und ließen den Abend bei dem einem oder anderen Bierchen ausklingen. Hierzu noch ein Wort „Jason Mamoa ist jetzt mein Held“.
Der „Tag des Herren“ sollte für die große Bühne viele Highights bereithalten. Nachdem man sich von der vorangegangenen Nacht ausgeschlafen hatte, wurde man von Tommy Krappweiss und seinem wissenschaftlichen Berater Professor Simek begrüßt. Die Beiden erklärten nicht nur die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen germanischer Kultur und den Bücher der Mara-Reihe, sondern sie erklärten auch die Edda auf sehr spaßige Art und Weise.
Außerdem zeigte der Professor auf das auch die alten Normannen viel Spaß bei dem Schreiben ihrer Sagensammlung hatten und hier auch einiges von den alten Römern entliehen wurde. Es wurde schnell klar, dass der Prof dem Comedian in Sachen Schlagfertigkeit in Nichts nachstand.
Danach folgten die großen Ensemble-Panels.
Den Anfang machten die beiden Craigs aus der „Legend of the Seeker“-Reihe. Sie stellten sich gemeinsam den Fragen der Fans.
Auch hier kam der Spaß nicht zu kurz und die Beiden drückten sich auch vor so gut, wie keiner Antwort. Nur als es darum ging sich zu kritisieren, antwortete Parker, dass die Fragenstellerin, doch bitte erst Mal vor dem Publikum sagen sollte, was ihr an ihren Begleitern nicht passte.
Der nächste Punkt war der Auftritt des „Game of Thrones“-Castes, der mit Natalie Tena, Joe Dempsie, Finn Jones, Miltos Yerolemou, Roxanne McGee und Iain Glen sehr gut besetzt war. Die Stars harmonierten sehr gut miteiander und sorgten für eine etwas gesetztere Stimmung.
Zum Schluß wartete das Programm, dann noch einmal mit einem Highlight auf, als zum ersten Mal in der RingCon-Geschichte zwei Mitglieder der Ringgemeinschaft gemeinsam die Bühne betraten,
Billy Boyd und Sean Astin .
Sean Astin wollte etwas aus „Herr der Ringe“ vorlesen und stellte die gewagte These auf, dass sicherlich keiner der anwesenden ein Exemplar des Buches da hätte. Er wurde allerdings unglaublicherweise eines Besseren belehrt. Und so trug erst „Peregrin-Tuk“-Darsteller Billy „Der Weg, der trägt mich fort und fort.“ vor und später Sean noch die Sequenz zwischen Frodo und Sam in den Hallen von Amon Amarth, nachdem der Ring vernichtet wurde.
Billy, der sich bis jetzt immer gesträubt hatte auf Conventions sein Lied aus „Die Rückkehr des Königs“ zu singen, ließ sich diesmal überreden, wenn Sean mitsingen würde und somit wurden die Fans 2012 Zeugen dieses einmaligen Ereignissen.
Außerdem durften wir noch King Billy den Ersten und seinen Nebenkönig Sean auf dem „Game of Thrones“-Thron bewundern. Der ja letztes Jahr auch von einem „Team Tapert“-Mitglied in Beschlag genommen wurde (Nicht wahr, Indy).
Dann folgte die „Closing Ceremony“, bei der einem schon ein bisschen flau im Magen wurde. Neben Mark und Lori durfte sich noch „Das Lied von Feuer und Eis“-Autor George Martin zu Wort melden, außerdem gab es noch Auftritte von einem Tribaldancer und Tommy Krappweiss.
Ein besonderes Schmankerl war der Auftritt der Workshop-Gruppe Chor, die zwei Lieder vortrugen. Außerdem durften sich die am Besten verkleideten Gäste und die beliebtesten Bilder über Preise freuen, wobei Beastman und She-Ra, den Kostümwettbewerb gewannen.
Die Verleihung der Tombola-Preise war von daher sehr schön, weil Mark und Lori die Hälfte der Preise verschenken musste, da die Gewinner nicht ermittelt werden konnten.
Das war die RingCon auf der großen Bühne, aber auch den kleineren Bühnen ging es groß her:
Der Beethoven-Saal hatte einiges zu bieten mit Markus Heitz, Pricilla Burroughs, Christian von Aster und Tommy Krappweiß lasen vier großartige Autoren aus ihre lesenswerten Büchern vor. Wobei hier natürlich Krappweiß mit seinem „Mara und dem Feuerbringer“ das absolute Hightlight abgeliefert hatte. Das Buch ist wirklich mehr als nur empfehlenswert. Ihr solltet allerdings das erste Kapitel überlesen (keine Sorge ist nicht so lang)
Von Team Starkid habe ich nur gehört, aber alle, die sie gesehen haben, waren auch gänzlich begeistert. Sollten sie nächstes Jahr wieder da sein, werde ich mir die Show auf jeden Fall angucken müssen.
Schön war auch eine Fotodokumentation über Neusseeland, die mit dem Soundtrack der „Herr der Ringe“-Filme unterlegt war. Hier war es nur schade, dass man Musik und Bilder nicht besser abgestimmt hatte. Die Melodie der Nazghul z.B. auf die Bilder vom Hobbingen.
Einen Schwerpunkt meiner Besuche machten auch die Vorträge der Tolkien-Gesellschaft im „Salon Haydn“aus.
Am ersten Abend ging es z.B. um die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor. Ein Vorttrag gehalten von Andreas Zeilinger
Die Beziehung war in den Büchern keineswegs unterkühlt, sondern immer noch von Respekt und gegenseitiger Unterstützung getragen. (z.B. gab es kein Zögern von König Theoden in „Die Wiederkehr des Königs“, wie es im Film gezeigt wird.
Am Samstag ging es dann zuerst um die „Lieder und Gedichte in den Herr der Ringe“-Filmen. Hier wurde leider zu wenig über die tatsächliche Bedeutung der Werke gesagt. Interessant war allerdings mal zu sehen, wo die Unterschiede zwischen Film und Buch lagen und welche Unterschiede es für die Stimmung der Lieder machen.
Daraufhin folgte ein Vortrag von Dr. Frank Weinreich über das „Abschreiben in der fantastischen Literatur“.
Als populäres Beispiel nahm er den Roman „Das Schwert von Shannara“ von Terry Brooks und zeigte die Parallelen zu „Herr der Ringe“ auf. (Ähnliche Geschichte: (Eigentlich nur Ring und Schwert ersetzt. Es gibt sogar in den Figuren Ähnlichkeiten, so gibt es in „Shannara“ einen Flussgott, der stark an Tom Bombadil erinnert).
Dr. Oliver Bidlo hielt einen Vortrag über die „Zahlenmythologie bei Tolkien.“
Am Samstag Abend stellten Julian Eilmann, Frank Weinreich und Friedhelm Schneidewind noch drei Bücher vor.
Die Vorträge sind auf jedem Fall zu empfehlen und auch gut verständlich.
Aber auch außerhalb der Bühnen gab es viel zu sehen und zu staunen. „Broken Crowns hatten Mitten in der Lobby eine große Jurte aufgebaut in der man sich über das LARP informieren konnte und schon mal den Thron und die Krone ausprobieren konnte.
In einem Buchshop warteten nicht nur viele Bücher auf einen neuen Besitzer, sondern oft fand man hier auch die Autoren vor und konnte mit ihnen ein kleines Schwätzchen halten, sich Bücher signieren oder mit ihnen fotografieren lassen.
In der ersten Etage konnte man neben den Vorlesungen und Fotoshootings, sich auch über die Arbeit der Tolkien-Gesellschaft informieren. Die Vorträge haben Mono und mir so gut gefallen, dass wir uns entschlossen haben der Gesellschaft beizutreten. Und das nicht nur wegen den ermäßigten Ring-Con-Karten.lachend
Außerdem bot die obere Etage noch ein 3D-Kino, eine Kunstgalerie und zahlreiche andere Sachen von denen ich leider nicht berichten kann, weil sie leider an mir vorbei gegangen sind. Sorry!
Abschließend bleiben mir nur fünf Sachen zu sagen:
1.) Es war eine schöne Zeit mit den Mitgliedern der Community und es war großartig euch überhaupt oder etwas näher kennen zulernen.
2.) Es gab auf dieser Ring-Con, dass wohl teuerste „Craig Horner“-Foto bis jetzt, dass sogar im Kombipaket mit der makelosesten Kassiererin der Welt.
3.) Mein Plan Billy Boyd das ganze Wochenende zu verfolgen, ging leider nicht gänzlich auf, aber er wird mich wahrscheinlich als „Lost Boy“ in Erinnerung behalten.
4.) Sollte hier jemand einen Wehrmutstropfen oder wenigstens einen negativen Programmpunkt suchen und brauchen, kann ich mich nur über den Muskelkater in meiner Gesichts- und Zwerchfellmuskulatur beschweren!
5.) Nächstes Jahr gerne wieder.


Von links nach rechts: Xanderharris82 und Billy Boyd.     © by Xanderharris82 / www.teamtapert.de


Artikel-Infos
 
Druckansicht   druckbare Version anzeigen
Seite empfehlen   Seite empfehlen
0 Kommentar(e)   kommentieren
Wertung ø 1,00
1 Stimme(n)
Seitenanfang nach oben