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Conventions Weekend of Horrors 2013
15.11.2013 von zazu

Weekend of Horrors


Oberhausen, 09.11.2013

TT relevanter Stargast: Dan Hicks (Evil Dead 2, Darkman, My Name is Bruce)


Das Weekend of Horrors hatte bei uns seit letztem Jahr keinen guten Start. Zuerst war es das Hollywood Event in Bottrop, das wir für unsere Freundin Hera und uns gebucht hatten, um mit Meg ­Foster zu dinnieren, dann sagte die Gute ab. Nach Umbuchung der Tickets auf das teurere (und in Oberhausen) stattfindende Weekend of Horrors und viel Hin und Her rund um diese Events, hatten wir dann aber vor etwa einem halben Jahr alles geklärt und freuten uns auf das Dinner und die Veranstaltung. Zur Erklärung für alle sei gesagt, dass unsere Freundin Hera (wie der Nick schon vermuten lässt) ein riesen Meg Foster Fan ist, jedoch noch nie die Chance hatte, sie zu treffen. Daher hatten wir für besagtes Event ein Dinner mit den Stars gebucht, um ihr die Chance zu geben, mit ihr zu reden und natürlich auch selbst dabei zu sein.

Zwei Tage vor dem Event dann die Ernüchterung: Meg war schon wieder abgesprungen. Sie befindet sich in Dreharbeiten zu einer TV-Serie. Nach ziemlicher Enttäuschung ging es also an die Planung, was wir denn nun mit den gekauften Tickets anfangen sollten. Wir entschieden zu dritt (mono, Xander und zazu), dass wir das Event trotzdem besuchen und dann vor Ort die Dinnertickets verkaufen wollten, da wir uns einen netten gemeinsamen Tagesausflug doch nie entgehen lassen und unser Xander, der Filmfan, wieder einmal Stargäste vorfand, um die er seine immense Fotosammlung erweitern wollte.

Um 9 Uhr am Samstag ging es los. Wir verpassten als Allererstes den Bus zum Bahnhof. So genau kann ich hier gar nicht ins Detail gehen, was es mit diesem Busplaninsider auf sich hat, aber ich wurde darüber aufgeklärt, dass es wohl ein eingefleischtes Ritual ist, dass Xander Busfahrpläne falsch liest und sich so das Warten auf den Bus im Normalfall langwieriger gestaltet. So auch dieses Mal, weswegen wir den Lottoladen gegenüber der Bushaltestelle aufsuchten, um dort einen Haufen Geld zu gewinnen – für nächste Cons. Gesagt, getan, verloren – wir gewannen keinen Cent, schlugen aber die Zeit bis zum Bus tot und trafen kurze Zeit später am Paderborner Bahnhof ein, wo wir den Zug sogar erwischten. Ein Zwischenstop in Hamm offenbarte uns in einer Bahnhofsbuchhandlung dann noch einen Spartacusroman, den wir bei Gelegenheit im Bücher- oder Merchandise Bereich mal näher beleuchten müssen.

Einige Zeit später landeten wir in Oberhausen – einer Stadt in NRW, die Xander gerne einmal mit dem bayrischen Obersdorf verwechselt. Dort gibt es die Turbinenhalle, in der das Event stattfand – allerdings muss man da zu Fuß auch erstmal ankommen. Nach Irreleitungen durch Oberhausener Passanten landeten wir am Stadion, zu dem wir zwar nicht wollten, an dem jedoch ein spannendes Jugendliga-Spiel des Rot-Weiß-Oberhausen stattfand, das wir uns unfreiwillig einige Zeit ansahen, während wir auf das Taxi warteten, das uns umherirrende Fremde zur Halle bringen sollte.

Dort angekommen, sahen wir uns um und entdeckten diverse DVD und Merchandisestände. Auf einem Horrorevent gibt es für einen Tapert & Co. Fan wie uns auch ohne Meg Foster einiges zu entdecken. Immerhin sind unsere Serienschöpfer und Darsteller Rob Tapert, Sam Raimi, Ted Raimi und Bruce Campbell Ikonen des Horrorbusiness. So gibt es hier zig verschiedene Ausgaben des Kultklassikers Evil Dead, diverse Poster und Promobilder der Filme und Darsteller, aber auch Spartacus-Uncut Boxen und sogar ein Bitch Slap Poster entdecken wir beim Durchforsten der Verkaufstische. Mono kaufte sich ein Army of Darkness Shirt und wir besorgten uns ein seltenes deutsches Filmposter von Evil Dead 2, Xander kaufte einige BlueRays und DVDs und machte Fotos mit zwei Gaststars (einer davon spielte im Film Millennium mit, das weiß ich genau, da er es gefühlte hundert Mal erzählt hat^^) und wir Mädels shoppten, machten Fotos und tranken auf nüchternen Magen brennenden Dracula Ingwer-Kisch Schnaps, der es endlich mal warm in der Halle werden ließ (zumindest gefühlt).

Dann wurde es Zeit für unseren TT relevanten Stargast – Dan Hicks, bekannt aus einigen Raimi/Tapert Produktionen, vor allem aber aus Evil Dead (der Mann mit der Latzhose). Der nette, mittlerweile ergraute, aber trotzdem frisch aussehende Herr, saß ziemlich relaxt an seinem Autogrammtisch und winkte gerade freundlich dem Kamerateam, aber auch uns zu, als er sah, dass wir seinen Platz anpeilten. Nach einiger Überlegung, welche Vorlage wir ihn signieren lassen wollten (Autogrammvorlagen sind beim WOH im Preis inbegriffen), schlenderten wir zu seinem Tisch, wo er und seine deutsche Assistentin/Managerin uns freundlich begrüßten.
Zuersteinmal gab Hicks uns die Hand und beteuerte, dass unsere Hände ziemlich kalt seien, was ein paar Sekunden lang getestet werden musste. Er freute sich sichtlich, dass, abgesehen von Horrorfans mit Schlachteroutfits und Zombiemasken, auch einmal zwei junge Damen seinen Tisch besuchten – und wir freuten uns auch, denn er war sehr nett. Er fragte uns, ob wir den Film Evil Dead mochten und warf ein „I don't – especially not this ugly bastard“ in den Raum, wobei er auf ein Bild von sich im Film deutete. Natürlich scherzte er und fragte dann, was er signieren solle.
Aufgrund der Lautstärke in der Halle und leichten ersten Verständigungsproblemen dauerte es einen Moment, bis wir der Dame erklärt hatten, dass Hicks das Autogramm für unsere Fanseite widmen sollte. Wir schrieben die URL auf einen Zettel und er signierte brav und mit einer supercoolen Widmung „Love you guys“. Knuffig. Die Managerin schien interessiert, mit uns als Fanseite in Kontakt zu treten, war aber wahrscheinlich davon ausgegangen, dass wir uns mehr mit dem Horrorgenre, bzw. zumindest ihrem Schützling befassen würden. Aber wie dem auch sei – ein netter Kontakt mehr im Fandom schadet ja nicht.


Coole Widmung von Dan Hicks


Ich holte dann noch ein weiteres Autogramm – von Ian Whyte, dem Darsteller des Predators „Scar“ in den Alien vs. Predator Filmen, von denen meine Freundin ein kleiner Fan ist. Der gute Herr musste erst zu seinem Platz, als ich ankam und so stand er kurzfristig, als ich ihn das erste Mal sah. Dies brockte mir fast eine Nackenstarre ein, denn der Typ ist so groß wie ein Hochhaus – naja, zumindest sagt Wikipedia, er sei 2,16m. Er gab mir ebenfalls die Hand, fragte nach meinem Befinden und signierte ein Bild aus dem Film incl. Charakternamen und AVP Zeichen. Und gelohnt hat es sich auch – meine Frau sprang am nächsten morgen fröhlich umher, als sie das Autogramm in den Händen hielt. Noch ein Win also.

Gegen 15 Uhr wurde es dann Zeit, sich mit einer netten Dame zu treffen, die übers Internet Interesse an unseren zum Verkauf stehenden Dinnerkarten bekundet hatte. Wir fanden uns nicht sofort, doch als ich die gute Frau ansprach, bemerkte ich direkt, dass sie auf ihrem Handy soeben auf unserer Seite umhersurfte – sie war auf der Suche nach einem Bild von uns gewesen, um uns identifizieren zu können. Schon irgendwie witzig, wenn man unsere heißgeliebten Serienpergamente-Grafiken bei fremden Leuten auf dem Handy sieht, die da gerade herumsurfen. Naja, zumindest freute sich die Dame über die Tickets und wir freuten uns, dass wir diese noch an Fans weitergeben konnten, deren favorisierter Gaststar anwesend war. Win/Win würde Xander sagen, und so war es ja auch. Gerade heute schrieb mir die Dame, dass das Dinner für sie ein voller Erfolg war und sie bedankte sich noch einmal herzlich – na was will man mehr?

So langsam knurrte unser Magen und auf der Suche nach Essbarem fanden wir eine Heißwurst- und Frikadellenbude vor und stellten zu unserer Verwunderung fest, dass es sich um Tofu-Frikadellen handelte. Zwar nicht vegan und daher nichts für mono, aber immerhin vegetarisch, was schon beinahe ein wenig überraschend war. Wir zogen also los auf der Suche nach Essbarem in der Nähe der Turbinenhalle und stellten fest, dass es dort von Fastfoodketten nur so wimmelt. Wir entschieden uns für einen veganen Döner für unsere Chefin und Chilli Cheese Nuggets und Pommes bei Burger King für die Vegetarier. Gestärkt, wenngleich auch schon ein wenig ermüdet, machten wir uns auf den Weg zurück zur Messe, um dort die restlichen zwei Dinnertickets zu verkaufen. Mono zeichnete professionell ein ausgefranstes Pappschild, was ein wenig etwas von einem Straßenschnorrer hatte, aber das war gar nicht notwendig. Die Tickets verkauften sich durch wahlloses ansprechen einiger Besucher relativ schnell, wenngleich das Herumfragen an sich schon eine lustige Erfahrung bot. Ich fand ziemlich schnell den betrunkensten, aber auch geschwätzigsten Typen in der Halle, mit dem das Gespräch zwar lustig verlief, der aber die Karten nicht kaufte. Mono vertickte dafür die restlichen zwei Karten in rasendem Tempo und wir zogen zufrieden und mit etwas frischen Bargeld in der Tasche weiter.


Dieses wurde in der DVD Halle auch gleich wieder ausgegeben. Hier die TT relevanten Errungenschaften von mono & Xander:


AOD Merchandise


Während wir dann noch auf die Bilder der Fotoshoots warteten, saßen wir auf einer Treppe und beobachteten das rege Treiben in der Halle und die Kostüme der Fans. Ein riesengroßer, breiter Typ, verkleidet als Mörder, mit einer Maske und einem Schlachtermesser, machte gerade Fotos mit diversen Gästen und war sehr bemüht, ihnen allen ein cooles Erinnerungsfoto zu bescheren. Wir fanden den Herren lustig und beschlossen kurzerhand, ebenfalls noch ein Bild mit ihm als Ausklang des Events und als Erinnerung zu machen.


Ein sympathischer Mordskerl


Danach begaben wir uns dann zum Taxi und düsten in Richtung Bahnhof, wo wir schnell feststellten, dass die Rückfahrt, wie so oft, sich als schwieriger gestalten würde als die Hinfahrt. Alles auszuformulieren, wäre wohl wirklich etwas zu viel und auch für Außenstehende wahrscheinlich ziemlich schwer nachzuvollziehen, aber wir trafen unter anderem auf einen besoffenen, intimrasierten Kerl, der uns beibrachte, dass Xander unser Alphatier sei (ein neuer Spitzname und eigentlich auch ein cooler Nick- denk mal drüber nach^^), zwei unfassbar dumme Frauen am Bahnsteig, die Erdnüsse mit der Hand zerschlagen können, fast noch unfassbar dümmere Menschen im vollkommen überfüllten Zug, gestrandete Damen, die sich auf Kosten der Bahn ein Taxi nach Höxter bestellen lassen wollten (hoffentlich klappte das), eine aggressive Blondine, eine flugfaule Taube und einen Schaffner, der die Thalys Angestellten als „Weißwurst“ betitelte. Nach völliger Müdigkeit regenerierte ich mich bei mono bei einem von uns allen geliebten TeamSpirit Tee und fuhr dann gegen 2 Uhr morgens erschöpft, aber fröhlich nach Hause.

Der Tag war schön wie immer, wenn wir zusammen unterwegs sind - auch ohne Meg. Trotzdem hoffe ich sehr, dass wir nächstes Jahr doch noch die Chance bekommen werden, mit der Muttergöttin zu speisen.



Hinweis:
  1. Weitere Infos im Forenthread: Weekend of Horror Live-Ticker! [9 Beiträge]
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