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TV Guide Universal Action Pack
19.02.2013 von Indy

Universal Action Pack



Das Action Pack wurde von 1994-2001 wöchentlich in Syndication ausgestrahlt, hatte eine Spieldauer von 90 Minuten und lässt sich in vier Phasen unterteilen:


Phase I – Das Filmjahr (1994)

Alles begann mit vier Buchstaben: PTEN. PTEN steht für Prime Time Entertainment Network und wurde im Jahre 1993 von Warner Bros. gegründet, um als fünftes Network (nach ABC, CBS, Fox und NBC Universal) an den Start zu gehen. Die erfolgreichste Serie wurde Babylon 5, aber auch andere Serien wie Kung Fu, Time Trax, Pointman oder The Wild West waren zu sehen. Um an diesen Erfolg anzuknüpfen, rief Universal ein Jahr darauf das Action Pack ins Leben, das in Syndication ausgestrahlt wurde.
Innerhalb dieses Action Packs wurden 22 Filme realisiert, die als Backdoor-Piloten für mögliche Serien dienten. Dabei gab es fünf Filmreihen mit jeweils 3-5 Filmen sowie zwei Einzelfilme. 21 Filme wurden von Januar bis November 1994 ausgestrahlt. Ein weiterer folgte 1995. Die erfolgreichsten beiden sollten schließlich in Serie gehen.
Begonnen wurde im Januar 1994 mit dem Film Tek War, dem noch drei weitere Filme folgen sollten. Diese vier Filme basierten auf der Buchreihe von Star Trek-Ikone William Shatner und waren nach den Hercules-Filmen die Reihe mit dem zweithöchsten Rating. Aufgrund der Popularität Shatners entschloss man sich, die Serie TekWar nicht in Syndication und somit nicht innerhalb des Action Packs auszustrahlen, sondern ganz normal.
Die nächste vierteilige Filmreihe, die begonnen wurde, waren die Bandit-Filme. Diese basierten auf der Banditentrilogie mit Burt Reynolds in der Hauptrolle aus den 70ern. Die Filme erhielten Ratings im mittleren Bereich, weswegen sich keine Serie anschloss.
Der nächste Film war Knight Rider 2010. Aufgrund dieses Filmes wurde die Filmreihe Midnight Run von ursprünglich vier Filmen auf drei verkürzt. Knight Rider war eine TV-Serie aus den 80ern mit David Hasselhoff in der Hauptrolle, die es auf vier Staffeln und insgesamt 90 Episoden brachte. Seit deren Ende wurden immer wieder Versuche unternommen, diese wiederzubeleben. Zuerst 1991 mit dem Pilotfilm Knight Rider 2000, innerhalb des Action Packs schließlich mit Knight Rider 2010, der jedoch miserable Quoten einfuhr und so eine potentielle nachfolgende Serie von vornherein ausgeschlossen wurde, eine einstaffelige Spinoffserie mit dem Titel Team Knight Rider von 1997 sowie eine einstaffelige Serie wiederum mit dem Titel Knight Rider aus dem Jahr 2008.
Das nächste neue Projekt innerhalb des Action Packs war Vanishing Son. Diese vier Filme waren im Rating auf Platz drei. Da Shatners TekWar-Reihe, die es auf den zweiten Platz schaffte, jedoch nicht in Syndication in Serie gehen sollte, erhielt Vanishing Son zusammen mit Hercules die Serienorder für das Action Pack.
Als dreiteilige Filmreihe ging anschließend Midnight Run an den Start. Aufgrund des Filmes Knight Rider 2010 wurde die Filmreihe um einen Film verkürzt. Diese drei Filme folgen dem Film mit Robert DeNiro von 1988 nach. Die Ratings bewegten sich ebenfalls im mittleren Bereich, so dass es zu keiner Serienorder kam.
Als letzte Filmreihe ging zuletzt Hercules an den Start. Von Beginn an die erfolgreichste Reihe innerhalb des Action-Packs wurde die ursprünglich vierteilige Filmreihe um einen fünften Film erweitert. Da jedoch für diesen Film wenig Zeit blieb zum Dreh sowie der nachfolgenden Post-production, wurde er eine Clipshow mit vielen Szenen der vorangegangenen vier Filme, um Zeit und auch Geld zu sparen. Da Hercules die höchsten Ratings einfuhr war neben der Erweiterung auf Film fünf auch die Serienorder für das darauffolgende mehr als sicher.
Ein Film folgte als Special noch ein Jahr später 1995. The Adventures of Captain Zoom in Outer Space erreichte jedoch auch nicht die gewünschten Quoten, um eine mögliche Serie nach sich zu ziehen.
Ursprünglich waren noch vier Filme einer Reihe namens "Fastlane" geplant, die jedoch nicht realisiert wurden. Ein Film soll laut einzelner Quellen jedoch realisiert worden sein. Eine Ausstrahlung erfolgte nicht.

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Phase II – Das erste Serienjahr (1995)

Die beliebtesten Filmreihen des vergangnen Jahres sollten das darauffolgende Jahr in Serie gehen. Als Reihe mit den höchsten Ratings war Hercules dies von Beginn an sicher. Die Serie mit den zweithöchsten Ratings war TekWar. Bei Universal entschied man sich jedoch dafür, diese Serie außerhalb der Syndication auf dem USA Network auszustrahlen, weswegen die Reihe mit den dritthöchsten Einschaltquoten daraufhin den Zuschlag zur zweiten Serienorder im Action Pack erhielt. Die beiden innerhalb des Action Packs aufgenommenen Serien waren so Hercules und Vanishing Son. Da die Premiere im Januar 1995 begann, wurden nur verkürzte Staffeln mit jeweils 13 Episoden produziert. Zur Erklärung: Normalerweise starten neue Staffeln in den USA im Herbst. Hercules entwickelte sich zu einer Serie einem Rating, das in Syndication bislang nur von Star Trek Deep Space Nine erreicht wurde, woraufhin eine zweite Staffel schnell grünes Licht erhielt. In drei Episoden dieser ersten Hercules-Staffel trat eine Kriegerprinzessin namens Xena auf. Diese von Hercules zum guten geführte Figur sollte zum Ende der dritten Episode, die zugleich das Staffelfinale darstellen sollte, sterben. Die Produzenten sahen jedoch großes Potential in der weiblichen Kriegerin, sodass sie bei Universal über ein Spinoff anfragten. Da Vanishing Son zwar gute Quoten einfuhr, jedoch Hercules bei weitem nicht das Wasser reichen konnte, entschied man sich, Vanishing Son nach der ersten Staffel zu beenden und der Kriegerin Xena eine eigene Serie zuzugestehen. So starb sie im Hercules-Staffelfinale nicht, sondern ritt ihrer eigenen Serie entgegen.

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Phase III – Hercules & Xena (1996-1999)

Diese Phase stellt die erfolgreichste des Action-Packs dar. Mit Beginn der zweiten Hercules-Staffel, die nun im Gegensatz zur ersten eine volle Staffelorder erhielt, begann die erste Staffel Xena. Xena wurde von Beginn an gut aufgenommen und überholte in den Ratings in ihrer zweiten Staffel sogar die Mutterserie Hercules. Xena wurde in ihrer zweiten und dritten Staffel zur damals erfolgreichsten Syndicationserie, die sogar den bisherigen Platzhirsch Star Trek Deep Space Nine vom Thron stoßen konnte. Auf dem Höhepunkt des Erfolges im Jahr 1997 wurden neben den üblichen Staffeln Hercules und Xena noch zwei weitere, direkt auf Video vermarktete Filme gedreht. Zum einen war da Der junge Hercules, ein Film über die Jugendjahre des Hercules, der im Jahr darauf eine eigene Serie außerhalb des Action-Packs erhalten sollte. Diese Serie wurde auf dem Sender Fox Kids ausgestrahlt und erreichte die zweithöchsten Ratings für eine Live-Actionserie in der Geschichte des Senders, der mit Power Rangers berühmt wurde. Die Serie wurde jedoch trotz der guten Quoten nicht für ein zweites Jahr verlängert. Der Grund hierfür ist in der hauseigenen Serie Mystic Knights zu suchen. Mystic Knights hatte wie Young Hercules eine Staffel mit 50 Episoden erhalten. Jedoch kaufte man diese im Gegensatz zu Young Hercules nicht von Renaissance Pictures ein, sondern sie wurde von Fox Kids selbst produziert. Mystic Knights erreichte jedoch nicht einmal die Hälfte des Young-Hercules-Ratings. So wurde Young Hercules der schwarze Peter für das Scheitern der hauseigenen Serie zugeschoben und keine zweite Staffel in Auftrag gegeben. Versuche, Young Hercules anderweitig unterzubringen scheiterten daran, dass Fox Kids die Rechte an der Serie nicht herausgab. Außerdem wurde ein Animationsfilm und ein nie ausgestrahlter Pilotfilm namens Amazon High gedreht sowie in den Universal Studios eine Attraktion namens Wizards of the Screen eröffnet.
Mit der 1998 startenden Staffel begannen die Quoten langsam nachzulassen. Kevin Sorbo wollte daher nach Ende der fünften Hercules-Staffel seine Rolle beenden, hatte jedoch noch einen Vertrag über acht Episoden, da er damals für eine komplette erste Staffel unterschrieben hatte, diese jedoch nur eine verkürzte Episodenanzahl bekam. So kehrte Hercules für eine stark verkürzte sechste Staffel noch einmal auf den Bildschirm zurück. Produzent Sam Raimi bot Sorbo nach der fünften Staffel zwar einen Vertrag über drei weitere Staffeln (6-8) an, doch Sorbo unterschrieb nicht, da er für die Rolle des Raumschiffcaptains in der Serie Andromeda gecastet wurde. Doch nicht nur Hercules Quoten, auch die von Xena begannen weiter zu sinken, waren jedoch immer noch in einem guten Bereich.

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Phase IV – Das Ende (2000-2001)

Mit Beginn des Jahres 2000, direkt nach Ende der sechsten Hercules-Staffel wurde das Action Pack umgestaltet. Ursprünglich ein Film mit Spieldauer von 90 Minuten wurden ab dem zweiten Jahr zwei Serien mit je 45 Minuten gesendet. Die von Hercules hinterlassene Lücke sollte jedoch von zwei Serien mit verkürzter Spieldauer von je 20 Minuten geschlossen werden. Das Action Pack war fortan Xena und die Back2Back-Action-Hour, in der die Serien Jack of all Trades und Cleopatra 2525 beheimatet waren. Diese wurden zusammen mit den verbleibenden Episoden der fünften Xena-Staffel ausgestrahlt.
Xena wurde noch für eine sechste Staffel verlängert ebenso wie Jack of all Trades und Cleopatra 2525. Die Xena-Produzenten entschieden jedoch, dass dies die letzte Staffel werden sollte. Universal ließ daraufhin mitteilen, dass auch das Action Pack beendet werden sollte. Damit war auch das Ende der Back2Back-Action-Hour besiegelt. Da Jack of all Trades jedoch eine nur minder fortlaufende Geschichte erzählte, die kein abgeschlossenes Ende benötigte, wurde diese nach der zweiten, acht Episoden umfassenden Staffel beendet, während Cleopatra 2525 nach der zweiten, acht Episoden umfassenden Staffel für eine dritte Staffel verlängert wurde. Staffel 2 und 3 spielen jedoch während der sechsten Xena-Staffel. Cleopatra 2525s Geschichte war aufeinander aufbauender als die von Jack of all Trades, weswegen die Episodenlänge für die dritte Staffel auf 45 Minuten erhöht wurde, um der Serie ein abgeschlosseneres Ende zu ermöglichen und die wichtigsten Informationen für das Serienuniversum in der dritten Staffel noch erzählen zu können. Mit dem Ende der sechsten Xena-Staffel wurde sodann auch das Action-Pack in seinem achten Jahr eingestellt.


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